Sonntag, 15. Juli 2012

Dinge, die einen erfreuen




In dem Film Die fabelhafte Welt der Amelie werden die Personen vorgestellt, indem gezeigt wird, was sie mögen und was nicht. Vielleicht sollte man das als alternative Vorstellungsart in das Kennlernritual aufnehmen. Sagen diese schrulligen Eigenheiten nicht mehr über einen aus als der Beruf, das Alter und die Hobbys?
Was ich mag ...
Ich mag es mit meinen großen Zehen zu knacken.
Ich mag es, die Melodien meiner Lieblingsserien mitzusingen, obwohl ich so gar nicht singen kann.
Ich mag es Dinge zu berühren.
Ich mag es Wäsche zusammenzulegen.

Konzentrieren wir uns nicht viel zu sehr auf die Dinge, die wir nicht mögen, die uns nerven, die uns ärgerlich machen?
Es ist leichter zu sehen, was nicht da ist, was wir nicht haben als das, was wir haben. Aber macht uns das glücklich?
Sollten wir nicht bestrebt sein, möglichst zufrieden und glücklich zu sein?
Das ist nicht einfach und auch nicht immer möglich, aber man kann es probieren. Man kann sich z. B. mit Dingen umgeben, die einen zum Lächeln bringen. Auf meinem Schreibtisch habe ich einen Anspitzer, der aussieht wie eine Lok. Meine beste Freundin hat auch so einen und schon als ich ihn das erste Mal gesehen habe, das war vor 20. Jahren, war ich in ihn verliebt. Vor zwei Jahren hat sie mir aus Korea dann auch so einen Lok-Anspitzer mitgebracht. Wenn mich bei der Arbeit etwas geärgert hat, dann sehe ich ihn mir an und wenn ich sehr verstimmt bin, dann spitze ich einen Bleistift, ich habe viele spitze Bleistifte. Das löst keine Probleme, verscheucht nicht die ärgerliche Ursache, doch es macht mich ein bisschen fröhlicher.

Heute schon etwas gemacht, was du magst?



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