Donnerstag, 31. Januar 2013

Welche Meinung ist bei der Sexismus-Debatte erlaubt?

Eigentlich wollte ich mich an der Sexismus-Debatte nicht beteiligen, weil viel Energie für viele Worte verbraucht wird, die dann für vernünftige Lösungen fehlt. Gerade die Lösungen sind es aber, die mich interessieren, die ich für wichtig erachte.
Da ich gestern allerdings aus einer Facebook-Gruppe geworfen wurde, nur weil ich meine Meinung gesagt habe, muss ich jetzt doch mitreden.  Mir war aufgefallen, dass in den Kommentaren immer von DEN Männern gesprochen wurde. Genau das habe ich dann angesprochen und darauf hingewiesen, dass nicht alle Männer Frauen nur als Objekt sehen. Damit habe ich eine Diskussion ausgelöst, in deren Verlauf mir so einiges an den Kopf geworfen wurde und an dessen Ende meine Blockierung stand.
Also, ich bin schon mit vierzehn Jahren als Emanze tituliert worden, nur weil ich einen lila Schal trug. Seit dieser Zeit habe ich stets versucht meine Frau zu stehen und bin gegen Vorurteile und Sexismus angegangen. Ich bin der Meinung, dass wir noch weit entfernt sind von der Gleichberechtigung, allerdings finde ich es nicht akzeptabel, allen Männern zu unterstellen, sie sein Sexisten. Ich kenne viele Männer, die emanzipierter sind als Frauen.
Ich möchte nicht mit irgendwelchen Vorurteilen beworfen werden, aufgrund meines Geschlechts. Mein Gerechtigkeitsgefühl sagt mir, so darf ich dann aber auch nicht mit anderen (z.B. Männern) umgehen.
Bei dem ganzen Diskutieren und den Beschimpfungen fehlen mir die Lösungen. Es gibt noch keine Gleichberechtigung, so und jetzt?
Fangen wir bei der kleinsten Einheit der Gesellschaft an, uns selbst. Überprüfen wir unsere Gedanken, unsere Worte und vor allem unser Handeln.
Zicken nimmt man nicht ernst. Also die T-Shirts wegschmeißen, Töchter nicht mehr mit diesem Begriff belegen, Männern, die einen so nennen, das Wort zurückwerfen.
Keine Süßigkeiten oder Fast-Food-Kinder-Pakete kaufen, die in Jungs und Mädchen aufgesplittet sind.
Stärkt die Mädchen, lasst Jungs sensibel sein. Lasst Kinder, Kinder sein. Frauen lasst euch nicht antatschen, sagt laut nein, lächelt es nicht weg. Courage endet nicht beim Geschlecht. Wenn jemand belästigt wird, egal aus welchem Grund, dann schreitet ein, egal ob man ein Mann oder eine Frau oder was auch immer ist.
Umso mehr ich schreibe, umso klarer wird mir, dass der Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Weg der Gleichberechtigung der Menschen, Lebewesen ist. Ich habe die Nase so voll von dem Aufsplitten und dem Hass und der Trennung.
Es ist eigentlich ganz einfach, behandle den anderen so, wie du auch behandelt werden willst. Ich möchte mit Respekt behandelt werden, ich möchte nicht mit Vorurteilen zugemüllt werden und ich möchte, dass man meine Grenzen respektiert.
Mit Vorurteilen habe ich in meinen eigenen Gedanken auch oft zu kämpfen, doch ich bemühe mich trotzdem offen zu bleiben. Will sagen, ich mache manchmal Fehler in diesen Punkten, aber ich habe sie als Orientierungshilfe und ich bin gewillt mich zu entwickeln.
Es ist völlig egal, ob jemand Frau oder Mann, Beides oder Nichts davon ist, welche Haut- und Haarfarbe jemand hat, ob er/sie/? in irgendeiner Weise Besonderheiten aufweist, jung oder alt ist, Vegetarier oder Fleischfresser, wichtig ist, dass man respektvoll miteinander umgeht und dem MEHR hinter all diesen Äußerlichkeiten Beachtung schenkt.

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