Samstag, 7. September 2013

Es liegt Jazz in der Luft

20er Jahre
Die Nacht war erfüllt von Jazz.
Nein so fängt nicht mein neues Buch an, und es ist auch kein Scherz. Gestern war die Nacht erfüllt von Jazz.
Erst dachte ich, es wäre die Hintergrundmusik des Films, den ich gesehen habe. Dem war aber nicht so, denn die Musik blieb, selbst als ich den Film auf Stumm gestellt hatte. Die Melodie kam aus dem Park hinter unserem Haus.
Der Park wird oft für Veranstaltungen genutzt und ich gebe zu, oft bin ich von der dazugehörigen Musik sehr genervt. Ich mag keine Bass-Dauerbeschallung, zudem entsprechen die Lieder selten meinem Geschmack.
Jazz höre ich normalerweise auch nicht, doch für eine laue Septembernacht kann ich mir nichts Verzaubernderes vorstellen. Die schweren und eigenwilligen Klänge eines Saxophons erfüllten die warme Luft, lockten mich ans Fenster. Kleine Lichtperlen, die von den Laternen im Park erzeugt wurden, konnte ich erkennen, die dunklen Schatten der Bäume und Büsche, mehr nicht. Die Quelle der Musik war versteckt in der Dunkelheit.
Es war schwer, nur der Musik zu lauschen. Im meinem Kopf entstanden direkt Geschichten, Fragen, Bilder. Als Autorin bin ich dankbar für Inspirationen, doch ich wollte nicht groß denken, ich wollte die Musik, die Nacht, dieses Verzaubernde einfach nur fühlen.

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