Mittwoch, 30. Oktober 2013

Exklusive Preview. Erster Blick ins neue Buch



Zaunreiterin



Es ist soweit, die Veröffentlichung läuft. Der zweite Teil "Zaunreiterin" der Emma und Agathe Reihe erscheint in wenigen Stunden.
Ich freue mich und bin wahnsinnig aufgeregt. Die Veröffentlichung eines neuen Buchs erzeugt eine unglaubliche Spannung.



Zum Inhalt:

Was passiert, wenn sich Gegenwart und Vergangenheit vermischen?
Emma bekommt nicht ihre geliebten Honigbonbons, allerdings ist das noch das kleinste Übel. Viel schlimmer ist es für Emma, dass sie einen Hilferuf aus der Vergangenheit erhält, jedoch nicht eingreifen darf, geschweige denn kann. Als dann auch noch ein geheimnisvoller junger Mann auftaucht, der scheinbar die gleichen Fähigkeiten wie Emma hat, wird es für sie gefährlich.

Zaunreiterin ist der zweite Teil der Emma und Agathe Reihe.
Emma ist mittlerweile 15 Jahre und kommt mit ihrem Haguzzaerbe immer besser zurecht, auch wenn es ihr ihre Fähigkeiten nicht immer leicht machen. Nur mit der Aussage, sie sei mächtiger als alle Haguzza vor ihr, kann sie sich nicht anfreunden, obwohl es immer offensichtlicher wird.



Nun das Beste, ich gewähre meinen treuen Lesern einen ersten Blick ins Buch.


Der Katharinenturm
Seite 65-67

... Nur Emmas Nasenspitze ragte aus dem schaumbedeckten Wasser hervor. Die Wärme umschloss ihren Körper und Emma fühlte sich frei von sämtlichen Gedanken und Erinnerungen.
Langsam streckte sie ihre Füße wieder aus, drückte sich am Badewannenrand ab, tauchte auf. Sie wischte sich den Schaum aus dem Gesicht und von den Haaren. Dann brachte sie sich in eine bequeme Lage.
Wie lange liege ich hier schon rum? Sie hob den linken Arm, Wasser und Schaum tropften von ihm hinab, während weißer Dunst von ihm aufstieg. Dem Dampf nach zu urteilen, war sie noch nicht allzu lange in der Badewanne. Das Wasser war immer noch richtig warm, so warm, dass es dampfte. Natürlich konnte es auch sein, entschied Emma, dass es außerhalb der Badewanne furchtbar kalt war. Sie betrachtete aufmerksam ihre Hand und stellte fest, dass sie erst ein klein wenig schrumpelig geworden war. Das bestätigte ihre Theorie, noch nicht lange in der Wanne zu liegen. Es konnte höchstens eine viertel Stunde vergangen sein.
Erstaunt stellte sie fest, dass keine Schauer mehr ihren Rücken hinabliefen, obwohl sie die leicht verschrumpelte Haut ihrer Hand betrachtete. Noch vor einem Jahr war das ganz anders gewesen.
Es war ihr ein Graus gewesen, zu spülen, oder zu wischen. Sie hatte alle Tätigkeiten vermieden, bei denen sie ihre Hände lange in Wasser lassen musste. Immer wenn ihr Blick auf die schrumpelige Haut gefallen war, kamen die Bilder von der Frau in ihr auf, die versucht hatte, ihr die Jugend zu stehlen.
Kaum waren ihre Fähigkeiten vor zwei Jahren geweckt worden, hatten sich Emma und Agathe in eine Parallelwelt begeben müssen. Das Exil, eine Welt für Verbrecher und Verbannte. Viele unschöne Dinge waren dort geschehen. Aus einem für Emma nicht ersichtlichen Grund wurde sie immer wieder von der Erinnerung an diese Frau verfolgt.
Die Erinnerung war zwar noch da, allerdings schien sich der Schrecken langsam zu verlieren, was Emma nur recht war.
Ihre Hand, samt Arm, verschwand wieder unter dem Schaum. Sie schloss die Augen und atmete die ätherischen Öle tief ein. Jetzt musste sie nur aufpassen, dass sie nicht einschlief, denn solche Dinge konnten gefährlich werden.
Plötzlich umwehte ein kalter Windhauch Emmas Gesicht. Sie öffnete die Augen und sah zur Tür, dann horchte sie. Vielleicht war jemand nach Hause gekommen. Es ertönten keine Stimmen und auch keine Schritte. Vielleicht hatte Hanna ein Fester aufgemacht, überlegte Emma. Sie wollte sich gerade wieder ihrem Badegenuss hingeben, als ihr Blick auf dem Schaum fiel.
Das konnte nicht sein!
Ihre Augen mussten ihr einen Streich spielen. Gebannt starrte sie auf einen Punkt vor sich. Das war keine Täuschung! Sicher nicht.
Helft mir, war in den Schaum geschrieben worden.
Ganz deutlich war es, zu sehen. Tiefe Furchen bildeten diese so bekannten Worte.
Aber das kann nicht sein, habe ich das geschrieben?
Diese Frage konnte sie sich nur mit einem deutlichen Nein beantworten. Ohne nachzudenken, zerschlug sie den Schaum, doch kaum hatte sich das Wasser beruhigt, erschienen die Buchstaben von Neuem. Es sah aus, als würde jemand mit dem Finger die Worte in den Schaum ritzen.
HELFT MIR
Panik ergriff Emma. Sie zog die Beine an, hielt sich am Rand der Badewanne fest und erhob sich ein Stück. Etwas ergriff ihr Fußgelenk und zog an ihm. Während sie mit dem anderen Fuß nach der unsichtbaren Hand trat, krallten sich ihre Hände am Badewannenrand fest. Vergeblich.
Ihre Tritte gingen in die Leere, Wasser spritzte auf den Boden, ihre Hände rutschten immer wieder ab. Durch die Nässe fand sie keinen richtigen Halt. Der Griff um ihren Knöchel wurde fester. Das Ziehen stärker. Sie rutschte an der Wanne hinunter, ihr Kopf verschwand unterm Wasser. ...

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