Samstag, 26. Oktober 2013

Ruhe und Gelassenheit


In einem meiner vorherigen Posts habe ich darüber philosophiert, wie man es verhindern könnte, seinem Gegenüber den Kopf abzureißen. Es ging darum, wie man mit seinen eigenen negativen Gefühlen klarkommt, doch existiert nicht nur die eigene Gefühlswelt, sondern auch die anderer Personen.
Wie gehe ich mit den negativen Gefühlen anderer um?
Ich reiße ihnen den Kopf ab.
Nein, das mache ich natürlich nicht und auch sonst sollte das niemand als Lösung erachten.

Ein schöner Tag, alles scheint bestens, man trifft sich mit einer Freundin und sagt "Hallo". In Bruchteilen von Sekunden verdunkelt sich der Himmel, Blitze zucken von Wolke zu Wolke, Donnergrollen erschüttert die Erde.
"Was willst du damit sagen?!"
"Nun ja. Ich wollte damit Hallo sagen."
Vollkommen egal was man gesagt hat, oder wie man es gesagt hat, die Freundin explodiert.

Was ist geschehen?
Nichts!

Das ist des Pudels-Kern und die Schwierigkeit. In Psychologie gab es so ein nettes Schaubild. Eine Person hat auf der Arbeit Ärger, kommt nach Hause und tritt die Katze. Keine Ahnung, warum die Wissenschaft Katzen tritt, in Kisten sperrt und über ihr Dasein philosophiert. Akzeptable finde ich es jedenfalls nicht.

Zurück zum Thema. In der beschriebenen Situation ist man die Katze. Die negativen Gefühle des Gegenüber haben nichts mit einem selbst zu tun. Die Schwierigkeit besteht darin, genau das zu erkennen und zwar bevor man in die Verteidigung gegangen ist. Schafft man das nicht, steckt man in einem Streit ohne Grund (ist wie diese mysteriösen Staus ohne ersichtlichen Grund).

Wird man also einfach mal so abgesaut, hilft tief durchatmen und sich sagen: "Das hat nichts mit mir zu tun!"
Hat man die erste Überraschung hinter sich gelassen, kann man nachfragen, ob irgendwas vorgefallen sei.
Höchstwahrscheinlich wird dann ein Nein kommen. Davon nicht abschrecken lassen, der anderen Person ist wahrscheinlich gar nicht klar, dass sie gerade ihren Frust an einem auslässt.
Wichtig ist, dem Anderen zu verstehen zu geben, dass man nicht gegen ihn ist, sondern auf seiner Seite. Zwischendurch immer daran denken, nicht man selbst ist das Problem.

Will das alles nicht helfen oder übertreibt es der Andere, dann sollte man die Situation verlassen, ansonsten kann es richtig knallen.


Seid nett zueinander und zu Katzen.

Angela Gäde

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