Mittwoch, 9. Oktober 2013

Schmutzige Gedanken

Nachdem wir gestern angefangen haben, das Arbeitszimmer umzustellen (man braucht zum Arbeiten ja auch die richtige Atmosphäre), haben wir gestern Abend stumpf TV geschaut. Dort lief irgendeine der tausend Musik-Charts-Listen-Shows. Nach dem dritten oder vierten Lied, das voll war von (mehr oder weniger) versteckten sexuellen Anspielungen, dachte ich bei mir, wie schmutzig sind bloß die Gedanken von Erwachsenen.
Warum schreibe ich "Erwachsene" und nicht einfach "Menschen"?
Weil ich die meisten Lieder als Kind gehört habe und sie unschuldig toll fand. Bestes Beispiel; das Lied und Video zu Sledgehammer von Peter Gabriel. Als Kind fand ich das Lied mitsingpflichtig, das Video war für mich wie ein Trickfilm, ich habe es geliebt.
Was erfahr ich gestern, das Obst und Gemüse ist nicht einfach Obst und Gemüse. Die Kaulquappen sind Spermien und der Zug ist auch nicht einfach nur eine tolle Modelleisenbahn, die um seinen Kopf fährt. Der Titel hätte es verraten können, allerdings war ich ein Kind und dem Englischen nicht mächtig.
Nach diesen erschütternden Enthüllungen meiner Naivität, huschte mir immer wieder ein Gedanke durch den Kopf; wie können die Erwachsenen entscheiden, was für Kinder nicht geeignet ist, wenn doch Kinder gar keine schmutzigen Gedanken haben. Erst durch das empörte oder schmunzelnde Verhalten der Erwachsenen werden Kinder darauf aufmerksam, dass da irgendwas nicht stimmt. Anstatt Kinder vor allem empörenden beschützen zu wollen, sollten wir nicht an unseren eigenen Gedanken (und wie wir die Welt sehen) arbeiten?

Einen empörungsfreien Tag,

Angela.

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