Samstag, 30. November 2013

Selbstgemachtes. Freud oder ...?

Etwas Selbstgemachtes zu verschenken, bringt mehr Freude für den Beschenkten und den Schenkenden.
Ist das so?
Ich bastel sehr gerne Karten, obwohl ich wirklich keine Bastelqueen bin. Dieses Jahr gibt es allerdings hauptsächlich gekaufte Weihnachtskarten, einmal aus zeitlichen Gründen und auch ein bisschen wegen dieser kleinen, leisen Stimme, die da fragt; wofür machst du dir die Mühe?
Mir ist wichtig, das der andere weiß, ich habe an ihn gedacht.
Für dich von mir.
Bei selbstgemachten Geschenken stimmt das noch mehr als bei gekauften. Es ist ein kleines "ich hab dich lieb". Wahrscheinlich zwickt es auch genau deswegen so sehr, wenn man im Gesicht es anderen lesen kann, dass er das Kräuteröl nie benutzen und der Schal im Schrank vor sich hin schalen wird.
Selbstgemachte Kräuteröle, Gewürznüsse, eingelegtes Gemüse, selbstgestrickte/r Schal, Socken, Mütze, Adventskalender. Alles schon gemacht und verschenkt. Manches kam gut an, anderes augenscheinlich nicht.
Jetzt könnte man sagen, wichtig sei es vor allem, dass man Freude beim Basteln, Stricken oder Kochen hat. Was gibt es schöneres als Liebe, Freude und Mühe zu verschenken?
Ein Geschenk soll den Beschenkten erfreuen. Wenn sich der andere nicht über etwas Selbstgemachtes freut, wie viel ist dann Liebe, Freude und Mühe wert?
Was nun tun?
Wer sich über selbstgestrickte Socken freut, der bekommt welche, wer nicht, bei dem kann man sich ja noch viel Mühe beim Einpacken des gekauften Geschenks geben.
Ich wünsche allen einen reich beschenkten Samstag.
Angela Gäde

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