Samstag, 22. März 2014

Tipps zum Schreiben: Die Idee, die Geschichte und was dazugehört



Immer wieder stolpere ich auf Autorenportalen über dieselben Fragen von Menschen, die sich für das Schreiben interessieren. So bin ich auf die Idee gekommen, auf meinem Blog eine kleine Serie mit Tipps zum Schreiben und Verlegen zu veröffentlichen.

Das Wichtigste (auch wenn es oft nicht so scheint) ist die Geschichte und ihre Umsetzung. Eine tolle Geschichte bringt nichts, wenn man sie nicht erzählen kann (Ich ging die Straße entlang, da kam ein Gespenst und am nächsten Tag bin ich in die Berge gefahren. Das ist keine Erzählung, sondern eine Auflistung.)
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Küsst einen die Muse, gibt es verschiedene Wege, die nach Rom führen. Ich werde die beiden Wege aufzeigen, die zu den Meinen geworden sind.


1. Weg: Idee aufschreiben und dann den Verlauf der Geschichte grob skizzieren. In diesem Fall meine ich wirklich skizzieren.

- Ein Blatt querlegen und in der Mitte (waagerecht) eine Linie ziehen. Das ist der rote Faden, der einen sicher durch die Geschichte führt.

- Oben auf dem Blatt die Idee hinschreiben. (Eine Ameise erobert die Welt)

- An der Linie (in Stichworten) die einzelnen Stationen der Ameise aufschreiben. Links kommt die Anfangsszene oder das erste Kapitel hin und ganz rechtes der Schluss. (Links: Geburt an einem besonderen Tag. Rechts: Ernennung zum Präsidenten USA).


Jetzt hat man den Verlauf und den Inhalt der Geschichte grob skizziert und kann sich immer wieder dran orientieren, wenn man sich mal verlaufen hat.


2. Weg
: Losschreiben.

- Ein Notizbuch zur Hand nehmen oder den Computer anschalten und schreiben.
Das funktioniert allerdings nur, wenn man sich wirklich auf die Geschichte einlässt und ihr ganz genau zuhört. Bei dieser Art des Schreibens ist es fast so, als würde man sie lediglich aufschreiben, aber nicht ausdenken.


Ob ich nun nach Faden vorgehe oder als Schreibrohr fungiere, in beiden Fällen beginnt mit dem Kuss der Muse auch das Recherchieren.
Ein Buch zu schreiben ist Arbeit, zumindest wenn man für sich und seine Leser eine Geschichte veröffentlichen will, die gut ist. Es geht nicht um den Stil oder das Genre. Ich bin kein Fan von Liebesromanen, trotzdem erkenne ich, ob er gut geschrieben ist (zu diesen Punkten kommen wir noch).

Ein ganz wichtiger Punkt (für mich als Autorin und Leserin) ist die Untermauerung meiner Geschichte mit Fakten, auch wenn es eine Fantasygeschichte ist.

Im Fall unserer Ameisengeschichte, die zum Schluss Präsident wird, würde ich mich in das politische Wesen der USA einlesen. Welche Schritte muss die Ameise überhaupt gehen, um Präsident werden zu können.


Tipp
: Recherchieren und so viele Informationen einholen, wie es nur geht.

- Bilder ansehen von Orten, Gebäuden oder vergangenen Zeiten.

- Ort selber besuchen.

- Informationen über Vorgänge einholen.

- Landestypische Namen, Essen, Kleidung, Wetter …

- Historische Daten überprüfen.


Diese Hintergrundinformationen lassen die Geschichte nicht nur logischer und lebendiger erscheinen, sie bringen auch manchmal Wendungen, die noch gefehlt haben.


Beispiel
: Ich schreibe an einem Roman, der im 19. Jahrhundert in England spielt und bei den Recherchen bin ich über die Opiumkriege in China gestolpert, die genau zu der Zeit stattfanden. Diese Information brachte einige Ideen für die Geschichte mit sich, die ihr eine neue Wendung brachten.

Informationen sammeln lohnt sich und heute ist es so einfach dank des Internet. Wobei ich gerne auf verschiedene Quellen zurückgreife. Ich google, aber ich schlage auch in meinen Büchern nach.


Der Tipp mit dem Recherchieren gilt auch für Fantasybücher. Auch da kann man sehr viele Informationen zusammentragen.

- Legenden der verschiedenen Länder.

- Religiöse Schriften.

- Geheimgesellschaften.

- Lexika des Übernatürlichen.


Persönliches
: Ich liebe die Recherchearbeit, da ich immer wieder neue Dinge lerne. Meine privaten Interessen erstrecken sich über die Gebiete der Psychologie, des Okkultismus, der Geschichte bis zu den Naturwissenschaften und der Astrophysik. Ich verbinde gerne die Informationen dieser Bereiche mit meinen Geschichten und lasse so Realität und Fiktion miteinander verschmelzen.



Ich wünsche Euch ein recherchierfreudiges Wochenende.


Angela Gäde

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