Samstag, 12. April 2014

12. Monate, 12 Bücher: Mein Buch des Monats April; Schottische Katzen kennen den Weg von Alexander McCall Smith


Schon haben wir den 12. und das bedeutet, Zeit für die BuchBlogParade von Eva Maria Nielsen
Mein Buch des Monats April ist Schottische Katzen kennen den Weg von Alexander McCall Smith. Ich habe das Buch von meiner besten Freundin geschenkt bekommen und so wurde es zu meinem Buch des Monats April.


Titel: Schottische Katzen kennen den Weg
Autor: Alexander McCall Smith
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-43464-6
Preis: 8,95 €
Seiten: 311

Zitat
“So reagierten Künstler auf die Welt, die sie umgab – sie schauten sich um und dann erschufen sie sie neu, in Farbe. Künstler durften das – sich umschauen, andere Menschen anstarren, herauszufinden versuchen, was sie bewegte. Wir dagegen, die keine Künstler sind, dürfen das nicht. Wenn man allzu intensiv hinschaut, wird einem das als Voyeurismus ausgelegt oder Neugier, wie Cat, ihre Nichte, ihr mehr als einmal vorgeworfen hatte.“ Auszug aus dem ersten Kapitel; Seite 18


Inhaltsangabe
Isabel Dalhousie weiß einiges über Sehnsüchte zu erzählen: Anstatt ihr eigenes Glück zu suchen, fühlt sich die Philosophin dem ihrer Mitmenschen verpflichtet. Doch in einer Stadt wie Edinburgh scheint es den Katzen vorbehalten zu sein, moralische Zwickmühlen und emotionales Chaos zu vermeiden. Isabel gelingt das nicht immer, doch ihr großes Herz hilft ihr, wenn sie sich wieder einmal in einem Wollknäuel widerstreitender Gefühle zu verheddern droht.




12. Monate, 12 Bücher: Mein Buch des Monats April; Schottische Katzen kennen den Weg von Alexander McCall Smith



Isabel Dalhousie ist Philosophin, Erbin eines beträchtlichen Vermögens und Herausgeberin der Zeitschrift “Zeitschrift für angewandte Ethik“. Der Name der Zeitschrift ist gleichzeitig auch Programm in ihrem Leben. Sie philosophiert nicht nur rum, sondern versucht auch ihre philosophischen Ansätze im täglichen Leben umzusetzen. So ist sie z. B. der Meinung, dass man Menschen, die man selbst flüchtig kennenlernt, stets eine moralische Verpflichtung gegenüber hat. Dieser Grundsatz bringt sie dazu, einem wildfremden Pärchen in eine Galerie zu folgen, nur um zu überprüfen, ob ihr erster Eindruck von diesen Leuten falsch war.
Auf der einen Seite macht sich Isabel das Leben durch ihre Grundsätze und Überlegungen unnötig schwer, auf der anderen Seite bringt es sie immer wieder in absurde Situationen, die für mich als Leser sehr amüsant waren.
Besonders schwer macht es sich Isabel in der Liebe. Die Situation, in der sie sich befindet, ist allerdings auch nicht ganz einfach. Die Wahl der Liebe musste unbedingt auf einen Exfreund ihrer Nichte fallen. Als wäre das nicht schon kompliziert genug, sind Isabel und Hugo auch noch richtig gute Freunde, trotz eines Altersunterschieds von 14 Jahren. Ex der Nichte, Freundschaft und 14 Jahre, die Isabel älter ist, das gibt genug ethische Fragen, über die man nachdenken kann.


Schottische Katzen kennen den Weg ist ein unterhaltsames Buch, was sich, trotz der Beschäftigung mit philosophischen Fragen, gut und leicht lesen lässt. Ich würde wirklich sagen, es ist ein Frühlingsbuch, leicht und amüsant.
Die Figuren sind lebendig und teilweise sehr eigen, was ich wirklich mag. Auch der schottische Lokalkolorit bringt informative Frische in die Geschichte und macht Lust auf Urlaub.


Das Buch hat mir sehr gefallen, besonders die Gedanken von Isabel und die ständige Beschäftigung mit ethisch/moralischen Grundsätzen. Allerdings könnte das auch ein Punkt sein, den man entweder sehr mag oder überhaupt nicht mag. Isabels Gedanken ziehen sich nämlich ein bisschen, und wenn man das nicht mag, dann wird es einen langweilen.

Der Roman lässt sich gut lesen, ist amüsant, leicht und regt doch zum Nachdenken an. Allerdings hat mir das Ende nicht so ganz gefallen. Es war mir ein bisschen zu kitschig und zu seicht. Es fehlte mir ein Höhepunkt, irgendwie plätscherte das Buch einfach so zu Ende. Da es sich scheinbar um eine Serie der Romane mit Isabel Dalhousie handelt, muss es aber vielleicht genauso enden, da es im nächsten Buch wieder weitergeht.
Allerdings denke ich, dass den meisten Lesern das Ende gut gefallen würde.

Wer einen schönen, leichten Liebesroman sucht, der nicht zu viel Kitsch in sich trägt und zum Mitdenken anregt, der ist bei den schottischen Katzen, die den Weg kennen, gut aufgehoben.




Ich wünsche Euch einen schottisch-katzigen Samstag.



Angela Gäde


Kommentare:

  1. Ach, manchmal braucht man auch seichte Bücher einfach mal zum Entspannen. Für Katzenliebhaber scheint dies allemal etwas zu sein. DANKE.

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    1. Danke für den lieben Kommentar. Es ist wirklich ein Buch zum Entspannen, ein schönes Buch. Leider kommen die Katzen nur am Rande mal vor, da ist der Titel etwas falsch gewählt. Oder es handelt sich um ein schottisches Sprichwort, dass ich leider nicht kenne.

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  2. Oh, danke- werde ich mir gleich als Urlaubslektüre besorgen!
    Danke
    Angelika

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    1. Für den Urlaub ist es genau richtig. Viel Spaß dabei und einen schönen Urlaub.

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