Samstag, 19. April 2014

Panik vor den Osterfeiertagen? Sollen, müssen … Druck, den wir uns machen und machen lassen


Ich wünsche Euch frohe Ostertage und Zeit zum Ausspannen.

Wie schon bei einem meiner Posts, die ich vor Weihnachten veröffentlicht habe, möchte ich noch mal auf das Thema Feiertage und Angst eingehen.
Leider geht es vielen so, dass für sie Feiertage, z. B. Ostern, nicht nur lustiges Eierfärben und lecker Essen sind, sondern auch Anspannung, Druck und (bei manchen) Angst.

Es gibt so viele Solls und Muss, die man versucht zu bedenken und einzuhalten, dass kein Platz für Freude bleibt.
Der Gedanke oder Wunsch ist ein klares Bild, wie es sein sollte. Einen schönen Tag im Kreise der Lieben erschaffen.
Wie gelingt einem das?
Man versucht eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen.

Klingt gut, klingt logisch, klingt nach viel Arbeit und Enttäuschung.

Erste Herausforderung; die Wahl des Tages.
Lädt man alle an einem Tag ein und können alle an dem Tag?
Oder splittet man es auf, schließlich können sich Tante Helga und Opa Franz nicht ausstehen?!

Zweite Herausforderung; das Essen.
Kocht man nach dem Motto: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt, oder geht man auf die einzelnen Personen ein?
Der eine mag kein Rind, der andere kein Gemüse außer Möhren und Oma Gertrude ist neuerdings Vegetarierin.

Dritte Herausforderung; die Rahmenbedingungen.
Ist die Wohnung ordentlich genug? Ist alles schön dekoriert, ohne zu kitschig zu sein? Habe ich gutes Wetter bestellt? Oder gibt es etwas an dem die eigene Mutter oder Schwiegermutter rumnörgeln kann?

Vierte Herausforderung; Ich.
Bin ich fit? Sehe ich nicht abgespannt aus? Habe ich alles im Griff? Bin ich ein guter Gastgeber, eine gute Gastgeberin? Bekomme ich einen Angstanfall und wenn ja, werde ich damit umgehen können?

Schon jetzt, nach diesen paar Dingen hat der Druck einen kritischen Stand erreicht. Wir müssen den Druck also minimieren, sonst fliegt der Deckel vom Kessel.

Als Erstes, und das gilt nicht nur für Feiertage, vergiss das SOLL und MUSS. Vergiss, was andere möglicherweise von dir erwarten und vergiss deine eigenen Erwartungen, die du dir gegenüber hast.
Das Einzige, was du sollst, ist Freude haben. Erwarte, dass du zu dir selbst nett bist. Denk daran, es ist dein Leben, das du lebst, nicht das der anderen. Niemand lebt es für dich, also lebe du es. Vergiss (am Anfang etwas schwer, beginn mit ignorieren oder zumindest mit dem Versuch, dich nicht ganz so schlimm runterziehen zu lassen) die Anderen und konzentriere dich auf deine eigenen Bedürfnisse.

Erste Herausforderung; die Wahl des Tages.
Du bist der Gastgeber, also entscheidest du, welcher Tag es sein soll. Wer kommt, der kommt, wer nicht kommt, der kommt nicht. Dasselbe gilt für die Streithähne. Entweder sie bekommen es hin, sich für ein paar Stunden zu ertragen oder nicht. Du hast den Streit nicht und es ist auch nicht deine Aufgabe, ihn aus der Welt zu schaffen. Wir sind alle erwachsen und müssen für uns selbst entscheiden.

Zweite Herausforderung; das Essen.
Alles im Rahmen. Du bist kein Catering-Service. Das bedeutet, nicht jeder bekommt seinen eigenen Kuchen, nicht jeder seine eigene Mahlzeit. Allergien und besondere Nicht-Essen (Vegetarier/Glaubensgründe) sollten schon beachtete werden, ansonsten gibt es das, was auf den Tisch kommt. Haben das deine Eltern nicht auch immer zu dir gesagt? Warum müssen Kinder alles essen und Erwachsene dürfen rumnörgeln?

Dritte Herausforderung; die Rahmenbedingungen.
Du bist dein Maßstab. Es ist dein Zuhause, nicht das deiner Eltern, deiner Schwiegereltern oder des Papstes. Fühlst du dich wohl? Magst du kitschige Deko? Du magst überhaupt keine Deko?
Es muss dir gefallen, du bist vor deinem Besuch in deinem Zuhause und danach. Wenn es ihnen nicht gefällt, was soll’s. Sie müssen nur ein paar Stunden aushalten. Du lebst in deinen Rahmenbedingungen, also forme sie so, dass du dich wohlfühlst.

Vierte Herausforderung; Ich.
Nimm den Druck raus. Frag dich, was möchte ich? Wie soll dein Osterfest aussehen? Wonach ist dir? Was würde dir Freude machen?
Denk dran, du kannst es nicht jedem Recht machen und das sollst du auch gar nicht. Jemand der meckern will, wird immer etwas zu meckern finden, egal wie toll oder perfekt es ist. Nimm dich und deine Wünsche als Maßstab und bleib realistisch. Überlege, was du machen willst und schmeiß alles von deiner Liste, was nicht unbedingt sein muss. Musst du wirklich noch zum Blumenladen, um Blumen zu kaufen? Gehen nicht auch Eier, die schon gefärbt sind, musst du wirklich selbst noch färben? Reichen nicht zwei Kuchen, anstatt vier?

Stell dir vor, du lädst dich zu Ostern ein. Wenn du es für jemanden gut machen willst, warum dann nicht mal für dich?!


Frohe Ostern, Osterei



Ich wünsche Euch schöne Osterfeiertage und viel Spaß.


Angela


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