Dienstag, 8. April 2014

Recherche, Bücher und ein Geheimnis gelüftet


Für mich gehört die Recherche zum Schreiben dazu und ich mag diesen Teil meiner Arbeit als Autorin sehr. Ich gestehe, ich bin neugierig.
Es macht mir Spaß nach Dingen und Informationen zu suchen, die meinen Büchern einen Hauch Realismus geben. Nebenbei lerne ich immer neue Dinge.

Für meine Emma und Agathe Reihe (Der Fluch der Haguzza und Zaunreiterin) habe ich mich nicht nur mit Legenden, Hexerei und Geschichte beschäftigt, sondern auch meine Kenntnisse über die Vergangenheit von Dortmund aufgefrischt.
Werwölfe, Hexen und vergrabene Schätze würde man wohl eher in fernen Ländern erwarten, doch auch Dortmund hat diese Dinge zu bieten.
Zumindest alte Legenden davon.
Auf Schatzsuche habe ich mich nicht begeben, war mir zu heikel, angeblich wird der Schatz von einer Hexe beschützt, mit der nicht gut Kirschen essen sein soll.

Die Biografie, an der ich schreibe, beginnt mit einem kuriosen Rätsel. Es handelt sich um die Lebensgeschichte zweier Menschen, die sich in der Schule kennengelernt haben. Diese Schule hatte eine Besonderheit. Über den Schulhof verlief eine gelbe Linie, die Mädchen und Jungs trennte.
Ich fragte mich, was es sonst noch so mit dieser gelben Linie auf sich hatte und forschte ein bisschen nach. Ich war auch auf der Suche nach Fotos, auf denen die Linie zu sehen ist, leider bin ich noch nicht fündig geworden. Allerdings konnte ich das Rätsel um die gelbe Linie lösen.
Die Trennlinie wurde ursprünglich nicht für Jungs und Mädchen eingeführt, sondern für die katholischen und evangelischen Schüler. Es gab zu wenig Schüler in Schüren und so mussten sich die Katholiken und die Protestanten die Schule teilen. Scheinbar war man damals der Meinung, teilen geht besser mit einer klaren Trennung.
Ich habe vielleicht kein Foto gefunden, aber die Geschichte der kleinen Grundschule, das alleine war die Suche schon wert.



Ich wünsche Euch einen recherchefreudigen Tag.


Angela Gäde


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