Dienstag, 1. April 2014

YouTuber machen Schleichwerbung, ein Skandal


Meine beste Freundin und ich trinken gerne Whisky, Süßes macht Kopfweh. Da wir mal etwas Neues ausprobieren wollten, bekamen wir von meinem Bruder die Empfehlung den (Vorsicht Schleichwerbung) Markers Mark auszuprobieren.
Zufällig sah ich kurze Zeit später Spiderman und was entdeckte ich? Der grüne Kobold hatte den (Vorsicht Schleichwerbung) Markers Mark in seiner Bar. Ich habe den Film min. 3 Mal gesehen und zuvor ist mir das nie aufgefallen.
Dieses Mal schon und ich fand es witzig.

So ist das wohl mit der Schleichwerbung, sie fällt nur auf, wenn man sie beachtet.
Mein Tipp: Einfach ausblenden.
Kann man das nicht, auch kein Problem, wofür gibt es Gesetze.

Schleichwerbung/Werbung muss im deutschen Fernsehen gekennzeichnet werden, sonst gibt es Ärger, wie Y-Titty, Daaruum und einige andere YouTuber jetzt feststellen durften.
Angeblich haben sich einige YouTuber “bestechen“ lassen und gesponserte Produkte in die Kamera gehalten.

Ein Skandal!
Wirklich?

Wenn Y-Titty am Ende ihres Videos sagen, sie danken (Vorsicht Schleichwerbung) Coka Cola für die Unterstützung und zuvor Colaflaschen auf dem Tisch standen, wo ist denn da bitte die Schleichwerbung?
Seit wann gehört YouTube zum deutschen Fernsehen?
Da das so aber nicht geht und die YouTuber-Seher beschützt werden müssen, läuft nun also eine Untersuchung.

Seit wann ist unserer Regierung so wichtig, ob die Konsumenten geschützt werden?
Der angebliche Skandal soll die Schleichwerbung auf YouTube sein, ich sehe das ein bisschen anders.
Ich glaube nicht, dass es hier um den Schutz des Konsumenten geht. Eher handelt es sich, um die Erschließung einer neuen Quelle für Abmahnungen, was bedeutet, jemand verdient gut Geld.

Beispiel: Wenn ich etwas tue, aber nicht weiß, dass man das eigentlich nicht darf, interessiert das niemand. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Wenn ein Produkt 150 x in die Kamera gehalten wird und ebenso oft der Name fällt, “könnte“ man auf den Gedanken kommen, es handle sich um Werbung.
Wenn gesagt wird, dass der Firma X für ihre Unterstützung gedankt wird, “könnte“ man auf die Idee kommen, die machen auch Werbung für die Firma X.

Da man sich das nur denken “könnte“, aber nicht muss, beschützt uns der Staat und erlässt die Auflage, Schleichwerbung muss genau gekennzeichnet werden.
Ich frage mich da doch, wieso gilt für den einen, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und für den anderen gilt das eben nicht?

Wer sich viel im Internet tummelt, stellt schnell fest, dass überall Gesetzesübertretungen lauern. Wenn ich den Button in meinem Shop mit dem falschen Wort beschrifte, gibt es eine Abmahnung. Wenn ich Seiten mit Nazi-Mist betreibe, darf ich das.
???
Wir Bürger sollen also beschützt werden?
Daran zweifel ich aber stark.
Die YouTuber wurden als neue Geldquelle entdeckt, das glaube ich eher und das ist der wirkliche Skandal. Unter dem Deckmantel des Schutzes Geld zu schröpfen.


Ich wünsche Euch einen schleichwerbungsfreien Tag.


Angela Gäde


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen