Sonntag, 3. August 2014

Hilfe, ich sitze auf dem Land fest ohne richtiges Internet, Telefon und TV

Der Umzug kam sehr überstürzt und nur, weil wir umziehen, bleibt die Welt nicht stehen oder anders gesagt, richten sich nicht alle nach uns.
Das dachte sich auch die Telekom und so warten wir jetzt seit 3 Wochen auf einen freigeschalteten Anschluss.
Fern der Menschen, die ich kenne, sitze ich auf dem Land fest, mit rationiertem Internet und Handy-Telefonie. Ach ja und keinem TV. Ich liebe Bücher und das Lesen, aber gerade, wenn ich nicht gut drauf bin, dann lass ich mich auch gerne vom TV berieseln.
Nur gucken, nicht groß nachdenken.
Die ersten Wochen war ich mit Aufbauen, Einräumen und Putzen beschäftigt, trotzdem bleibt Zeit zum Denken und Fühlen.

Bleibt Zeit zum Arbeiten!

Stimmt, Problem ist nur, ich als Autorin bin ich darauf angewiesen, dass mich die Muse küsst und ich es auch mitbekomme.
Alles war so ... umgeworfen und neu und gefühlsmäßig durcheinander, dass es mir schwer fiel zu schreiben. Ich saß den ersten Tag also zwischen all den Kisten und verging heulend vor Heimweh. Ich war erschöpft, fühlte mich allein und konnte mich nicht einmal mit dem TV ablenken. Also setzte ich mich schniefend ans Fenster und beobachtete die Gegend, die Tiere und die Menschen. Ja, das klappt auch mit verquollenen Augen.
Alles war vollkommen ruhig. Eine ausgeglichene Ruhe lag auf allem und jedem und ich hörte eine Stimme in mir, die sagte: "Lass dich drauf ein. Versuch wirklich dich auf das hier einzulassen."
Die Stimme hatte recht. Ich konnte wimmern und mich im Heimweh verlieren oder ich konnte die Augen aufmachen und mich umsehen. Ich konnte weiter über die Wasserhähne murren oder versuchen mich damit anzufreunden.
Also sah ich mich um, beobachtete und fühlte. Merkwürdigerweise wurde ich wirklich ruhiger und entschloss mich, mich darauf einzulassen.


Klosterinternat auf dem Hexenberg in Hadamar


Ich wünsche euch einen heimwehfreien Tag.


Angela

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