Freitag, 26. September 2014

Die Dame im Haushaltswarenladen ist eine Spionin

Ich neige dazu, auch schon mal zu plappern. Wenn ich gute Laune habe und einen netten Gesprächspartner, dann rede ich so über dies und das, aber eigentlich lasse ich zu persönliches weg.
Die Adresse ist  schon etwas recht persönliches, würde ich sagen.
Ich habe wirklich keine Ahnung, was da passiert ist oder wie sie das geschafft hat.

Eigentlich wollten wir eine Fußmatte kaufen. Der nette Herr im Laden schickte uns jedoch direkt nach oben zu den Geschenkartikeln. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass wir aussahen/aussehen wie Touristen. Ich weiß nicht warum, aber die meisten hielten uns für Touristen.
Da wir uns ein bisschen umsehen wollten, folgten wir der netten Aufforderung und erklommen die Stufen ins obere Stockwerk. Die Dame, die für den Bereich zuständig ist, war gerade mit einer anderen Kundin beschäftigt und so stöberten wir.
Wir fanden ein Sieb, stellten uns brav an der Kasse an und warteten.
Als wir dran waren, sagte die nette Dame, sie habe auch noch welche mit Muster und noch bevor wir einen Einwand erheben konnten, zeigte sie uns die restlichen Siebe. Was gut war, denn wir nahmen wirklich eins mit Muster, was natürlich teurer war, aber das ist eine andere Geschichte.
Eigentlich unterhielten wir uns über die Siebe, doch dann ... Keine Ahnung wie es genau dazu kam, aber wir sagten ihr, wo wir wohnen.

Ähh?

Wie konnte das denn passieren?
Weiß ich nicht.
Zumindes erfuhren wir, dass die Vorbesitzer des Hauses, in dem wir wohnen, Adelige waren und hübsche Vorhänge an den Fenstern hatten.
So ungewöhnlich scheint das hier allerdings nicht zu sein, denn die Beamtin, bei der wir uns angemeldet haben, berichtete, als sie unsere Adresse sah, dass sie auf der selben Straße wohnt, nur etwas mittiger.

Wer muss da vorm Datenverkauf im Internet Angst haben, wenn er auf dem Land lebt.



Ich wünsche euch einen plapperfreien Tag.


Angela

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen