Donnerstag, 4. September 2014

Was keiner gerne zugibt. Mit Aufregung oder Angst ins neue Semester

Ach, da musst du doch keine Angst vor haben!

Entweder man ist zu cool, zu alt oder zu sehr in seine Rolle eingebunden, um einzugestehen, dass man Angst hat.

Prüfungen, ein Umzug, Neuerungen im Allgemeinen können einem Angst machen.
Ach, da musst du doch keine Angst vor haben, ist der Versuch, die Angst des anderen zu minimieren, allerdings bringt der Satz allein herzlich wenig. Zudem wirkt der Satz, wenn nichts darauf folgt, eher wie ein Abtun der Sorgen des anderen.

Ist es nicht hilfreicher von seinen eigenen Ängsten zu berichten?


Das neue Semester hat an den Unis angefangen und viele Neulinge verirren sich gerade in den unübersichtlichen, riesigen Gebäuden. Der erste Tag an der Uni kann einem schon Angst machen. Alles neu, groß, voll und fremd. Zieht man in eine andere Stadt zum Studieren, dann ist die Chance, dass man schon jemanden dort kennt ziemlich gering.

Was kommt auf einen zu?
Muss man sich wie in der Schule melden oder sollte man nur zuhören?
Wie sind die Leute?
Was mache ich, wenn ich nicht so schnell schreiben kann, wie der Prof spricht?

Es gibt eine Menge Dinge, die einem durch den Kopf schwirren können, die einen nervös machen, weil man sich etwas unsicher fühlt. Nicht jeder empfindet so und bei den meisten ist es eine Mischung aus Freude, Neugier, Aufregung und ein bisschen Angst. Manche haben große Angst und freuen sich nur ein bisschen. Das ist normal und es ist verständlich. Die meisten Menschen sind an ihrem ersten Tag nervös.

Tipp
Selbst, wenn du Angst haben solltest, ersetze das Wort Angst durch Aufregung.
Aufregung ist positiv besetzt, sie beinhaltete immer auch Freude und Freude haben, macht vieles leichter.

Du bist aufgeregt?

Das ist normal und weißt du was, viele der anderen, die mit dir in der Einführungsvorlesung sitzen, sind es ebenfalls. Ob sie nun kichern, ein Pokerface aufsetzen oder still beobachten, würdest du ihren Puls fühlen, würde er dir verraten, dass auch ihr Herz schneller schlägt.
Es könnte sogar gut sein, dass der Prof da vorn aufgeregt ist. Immerhin steht er vor 200-500 fremden Leuten.



Ich wünsche Euch einen unaufgeregten Tag.


Angela

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