Montag, 15. September 2014

Werbung

Ein Teil meiner Arbeit als Verlegerin beinhaltet das Marketing.

Es ist schön Bücher zu schreiben, doch ich schreibe sie nicht nur für mich oder aus Spaß an der Freude, ich möchte mit ihnen meine Leser unterhalten.
Damit Buch und Leser sich jedoch finden, müssen die Leser erst einmal erfahren, dass es die Bücher gibt.

Was also tun?

Ich könnte eine Suchannonce aufgeben.

Buch sucht Leser!

Nette Idee, doch der konventionelle Weg ist die Werbung. Leider gibt es mit der Werbung ein kleines Problem.

Werbetafeln, Werbeanzeigen in Zeitschriften, Werbeblocks im TV. Alles normal, manchmal sogar informativ, bei spannenden Filmen auch mal nervig, doch im Grunde sind wir daran gewohnt. Keiner schimpft über Coca Cola, weil sie zu Weihnahten einen Lastwagen durch die Gegend fahren lassen.
Für kleine Geschäfte ist es auch noch okay, Werbung zu machen, doch bei Autoren, kleinen Verlagen wird es schwierig. Plötzlich sind die Leute nicht mehr so neutral. Sie fühlen sich belästigt oder empfinden es als unpassend.

Schwierig!

Wieso ist es für große Firmen in Ordnung, Werbung zu machen, aber bei kleinen wird die Nase gerümpft?


Die Hexe von Hitchwick, Haary Potter, Michaela Conrads, Charles Dickens, Buchempfehlungen

Ich empfehle regelmäßig Bücher, die ich gut finde. Eine Plattform wie Lovelybooks erfreut sich großer Beliebtheit, denn sie bietet die Möglichkeit sich über Bücher zu informieren, bevor man eine Kaufentscheidung trifft. Leserunden, die von großen Verlagen ins Leben gerufen werden, nehmen die Leser überaus gerne an.
Kleinen Verlagen wird nicht einmal erlaubt, solche Aktionen zu starten.
Empfehle ich nun meine eigenen Bücher, weil ich sie gut finde, dann denkt der Leser nicht; das klingt interessant, schau ich mir mal an. Nein, er rümpft die Nase, weil ich für mein Buch indirekt Werbung mache.

Werbung ist demnach eine heikle Sache, denn sie wird einem schnell übel genommen. Aber wieso?

Weil man damit Geld verdient.

Irgendwie ist es in Ordnung, großen Firmen, Verlagen, Geschäften Geld zu geben, bei kleinen ...
Dabei gibt es keinen Unterschied. Ich stecke Arbeit, Zeit und viel Herzblut in meine Bücher, meinen Job, dann biete ich der Welt mein Buch an, denn ich habe es für sie geschrieben. Ich möchte euch unterhalten, euch zum Lachen bringen, oder zum Nachdenken, ihr sollt euch gruseln, neugierig sein und eine gute Zeit haben.

Genau wie ein goßer Verlag habe ich Rechnungen zu bezahlen, genau wie jeder andere muss ich für meinen Lebensunterhalt Geld verdienen. Strom zahlen, Essen kaufen, damit ich Kraft und Licht habe, um wieder ein Buch schreiben zu können. Der Unterschied ist, dass man, wenn man die Arbeit als Autor und Verleger ernst nimmt, ziemlich viel Arbeit hat.



Ich wünsche Euch einen werbe-fairen Tag.


Angela
 

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