Mittwoch, 8. Oktober 2014

Twillight, Rubinrot, Silber ... ich verstehe es nicht

Ich mache zurzeit auf Instagram bei einer Foto-Buch-Challenge mit. Natürlich schaue ich mir auch die Fotos der anderen Teilnehmer an, schon um die eine oder andere Empfehlung zu finden. Beim Schauen ist mir aufgefallen, dass immer wieder das Buch Silber von Kerstin Gier auftaucht.
Das Cover ist sehr interessant, weshalb es mir in den Büchergeschäften einige Male ins Auge gesprungen ist. Das Cover, aber auch die Fotos mit den Kommentaren haben mich neugierig gemacht, also habe ich es mir bei Amazon mal näher angeschaut und ... Mich dazu entschlossen, es nicht zu kaufen.

Handeln denn alle Bücher für Jugendliche seit Twillight nur noch von tollpatschigen, hohlen Mädchen und schönen Jungs?
Mädchen trifft Junge. Fertig.
Ich meine das überhaupt nicht negativ, sondern ich frage mich ernsthaft, ob diese Art von Story nicht langsam mal langweilig wird?

Man könnte natürlich auch bei Krimis, die ich persönlich sehr gerne mag, fragen, wird das nicht langweilig, schließlich ist es auch immer derselbe Ablauf?

Berechtigte Frage.

Bei einem Krimi haben wir immer neue Täter, neue Motive, neue Hintergrundgeschichten. Abwechslung ist gegeben.

Diese Jugendbücher kommen mir allerdings etwas stereotyp vor. Die Mädchen sind sehr ähnlich, die Jungs auch und einen wirklichen Grund, warum sie nicht zusammen sein sollten, gib es nicht.
Nehmen wir zum Beispiel Twillight. Ob Edward jetzt Vampir oder Schafhirte ist, spielt überhaupt keine Rolle. Sein Vampir-Sein (welches überhaupt nicht vorhanden ist) ist für die Geschichte völlig irrelevant, denn das steht den beiden nicht im Weg. Sie stehen sich selbst im Weg und das könnten sie auch als normale Jugendliche oder als Piraten.

Ich verstehe die Sehnsucht nach Liebe und einem Freund, werden diese Art von Büchern nicht trotzdem irgendwann langweilig?

Wo sind die Bücher, in denen Spannung, Emotionen, Freundschaft, Abenteuer im Vordergrund stehen?

Oder sind es Liebesromane, die gewollt werden, auch wenn sie sich alle ähneln?
Den Verkaufszahlen nach zu urteilen, werden sie gewollt, doch da gibt es auch ein paar Leute, die etwas anderes suchen. Haben diese Leser denn keine Bücher verdient?
Doch das habt ihr, ich bezweifel nur, dass ihr diese Bücher bei großen Verlagen finden werdet, denn sie gehen auf Nummer sicher und verlegen lieber die 150 Twillight Kopie, als etwas Neues zu wagen.

Meine Bücher weichen von dem Liebesromanschema ab, damit habe ich es allerdings auch ein bisschen schwerer. Aber was soll ich machen, die Geschichten sind da, ich erzähle sie nur.



Ich wünsche Euch einen das-richtige-Buch-gefundenen Tag.


Angela

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