Donnerstag, 9. Oktober 2014

Verkaufen leicht gemacht

Amazon empfiehlt mir einfach Bücher, wie können die es nur wagen.

In meiner Zeitung sind Prospekte von Geschäften, wie das nervt.

Spam für Viagra in meinem E-Mail-Postfach, ich krieg die Krise.

Alles Dinge, die mich nicht stören.
Wenn Pro7 alle 10 Minuten Werbung in einen Film schießt, die dann auch noch 15 Minuten lang ist, sodass man sich irgendwann fragt, ob der Film nur die Werbung unterbricht, finde ich das extrem nervend. Ansonsten kann ich über Werbung auch einfach hinwegsehen. Auf den meisten Internetseiten fällt sie mir gar nicht auf, ich blende sie automatisch aus.

Empfielt mir Amazon ein Buch, aufgrund derer, die ich schon gekauft habe, finde ich das nicht schlimm und auch nicht nervig. Im Gegenteil, so bin ich schon auf einige Bücher aufmerksam geworden, die ich sonst wahrscheinlich gar nicht gefunden hätte. Ich weiß, dass viele diese Haltung nicht verstehen können, da sie sich von solchen Empfehlungen belästigt fühlen und einen Missbrauch ihrer Daten wittern. Aber macht Amazon etwas anderes, als die nette Verkäuferin in der Bäckerei, die sich gemerkt hat, dass ich gerne etwas Süßes esse und mir deswegen die Tagesleckerein anbietet?

Mag sein, dass ich in dieser Hinsicht etwas merkwürdig bin, aber ich finde es sehr aufmerksam, wenn sich jemand die Mühe macht, mir etwas anzubieten, was mir gefallen könnte. Selbst, wenn dieses Angebot von einem Computer erstellt wurde.
Ich mag es auch, wenn ich in einen Laden gehe und der/die Verkäufer/in versucht mir etwas zu verkaufen. Ob ich etwas kaufe, entscheide schließlich immer noch ich, oder besser meine Geldbörse.
Ich will gestehen, dass ich für Freundlichkeit schon anfällig bin. Wenn jemand extra das Regal für mich leerräumt oder auf das eingeht, was ich sage, dann bin ich eher geneigt etwas zu kaufen. Die Person hat sich schließlich so viel Mühe gegeben.
(Immer unter der Prämisse, dass der Geldbeutel es zulässt.) Eine Verkäuferin macht einen hervorragenden Job, wenn sie auf mich eingeht, wenn sie ihre Ware kennt und sie aus Überzeugung an den Kunden bringt. So viel Arbeitseinsatz, so ein guter Job sollte auch belohnt werden, soll heißen, dann lasse ich mir auch gerne etwas aufschwatzen.

Ich spreche allerdings nicht von Aufdringlichkeit oder dem Verkaufen um jeden Preis. Meine Haut ist sehr hell, mit der Farbe Grau muss ich deswegen vorsichtig sein, sonst sehe ich selbst grau aus. Will mir jetzt jemand einen grauen Pullover aufquatschen, nur weil der teuer ist, obwohl er mir nicht steht, dann finde ich das weder hervorragend noch lustig.
Ich möchte beim Kaufen umgarnt und gut beraten werden, nicht abgespeißt oder bedrängt.

Aber wie schon (kaum) erwähnt, leiten lassen, sollten wir uns beim Einkaufen immer von unserer Geldbörse. Es lohnt sich nicht, sich zu verschulden oder sich zu ärgern. Man sollte etwas kaufen, wenn man es braucht (was den Geldbeutel auch mal sehr verstimmen kann) oder um Freude dran zu haben. Schuldgefühle machen einen hingegen so gar nicht glücklich.



Ich wünsche Euch einen gut käufigen Tag.


Angela

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