Montag, 23. März 2015

Mythos Werwolf

Dieser Post ist mein Beitrag zur Blogtour rund um das Buch Wölfin des Lichts von Christa Kuczinski.
Natürlich bin ich nicht alleine bei der Blogtour, sonst wäre es ja auch keine. Gestern (22.03.15) berichtete Ruby-Celtic in ihrer
Buchbesprechung der anderen Art - von den Hintergründe und der Entstehung des Buchs.
Am 24.03.15 findet ihr den nächsten Post mit dem Thema
Willkommen in England auf dem Blog von Silke, die auch verantwortlich für die Tour ist.

Ihr könnt übrigens auch etwas bei der Blogtour gewinnen. Zu gewinnen gibt es ein Päckchen mit einer Printausgabe von Wölfin des Lichts und 3x ein Päckchen mit der E-Book-Ausgabe.


Wölfin des Lichts von Christa Kuczinski

Hier die Regeln

Um das Päckchen mit der Printausgabe zu gewinnen, müsst ihr das Lösungswort finden und es am Ende der Blogtour bei Jennifer angeben. Die Buchstaben dafür sind über alle Blogs verteilt - entweder im Text oder sie werden euch genannt.
Unter allen anderen, die auf den Blogs kommentieren, werden die übrigen drei Päckchen (inkl. e-book) verlost.
So habt ihr gleich zweimal die Chance, ein Päckchen zu gewinnen.


Gewinnspielbedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren.
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz beim Verlust auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend wieder gelöscht.
Gewinn nur möglich mit Postanschrift in Deutschland.


Mein Beitrag beschäftigt sich (wie ihr es in der Überschrift bereits lesen konntet) mit dem Mythos Werwolf.


Die Vorsilbe Wer ist wahrscheinlich germanischen Ursprungs und bedeutet Mann/Mensch, demnach ist der Werwolf ein MannWolf/MenschWolf. Der Mythos der Tiermenschen ist einer der ältesten. Man entdeckte z.B. Höhlenmalereien, die bereits Zwitterwesen (halb Mensch halb Tier) zeigen. In der griechischen Götter- und Sagenwelt finden wir Erzählungen, in denen sich Menschen in Wölfe verwandelten oder verwandelt wurden.
Das Tragen von Fellen bei rituellen Handlungen soll die Kraft des Tieres auf den Menschen übertragen. Diese Vorstellung der Übertragung findet sich in vielen verschiedenen Völkern und zu den unterschiedlichsten Zeiten. In Abgewandelter Form finden wir dieses Ritual auch bei der Siegfried-Legende. Er badet in dem Blut des Drachen, um dessen Stärke und Unverwundbarkeit aufzunehmen.

Wurden die eben beschriebenen Rituale höchstwahrscheinlich vor Kämpfen oder der Jagd abgehalten, sollte die Kraft des Tieres also von Nutzen sein, wurde diese Vorstellung in späteren Zeiten zu etwas Bösen verkehrt.

Der Teufel und der Werwolf
Menschen die sich in einen Werwolf verwandelten standen mit dem Teufel im Bunde. Oder mit einer Hexe, die wiederum mit dem Teufel im Bunde war. Hinter der Verwandlung in einen Werwolf steckte irgendwie immer der Teufel.
Der Teufel oder eine Hexe übergaben bestimmter Person einen Gürtel aus Wolfshaar (da erkennen wir doch etwas wieder). Legte sich der Mensch nun diesen Gürtel an verwandelte er sich in einen Werwolf und konnte seinen Feinden, seinem Nachbar, seiner Frau den Gar ausmachen.

Interessant
Der Werwolf war nicht immer und nicht überall blutrünstig. Im Rheinland ist der Werwolf unter dem Namen Stüpp bekannt und hockte sich auf sein Opfer drauf, welches ihn dann tragen musste, bis es vor Erschöpfung starb. In Dortmund hingegen findet sich sowohl eine Legende mit diesem Aufhocken, wie auch eine recht … Blutig ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Die Legende besagt, dass die Lehrlinge des Müllers ständig verschwanden und verantwortlich dafür soll ein Werwolf gewesen sein. Hat er sie gefressen? Vielleicht.
Manche Werwölfe haben Menschen gefressen oder zumindest zerfleischt. Andere sollen in Häuser eingedrungen sein und haben sich über die Vorräte hergemacht. Wir sehen also auch Werwölfe sind nur Menschen.

Wissenschaftliche Erklärung
Für den Mythos des Werwolfs gibt es allerdings auch ganz wissenschaftliche Erklärungen. Angst vor Wasser, dabei aber einen schrecklichen Durst, was zu Speichelfluss und das Blecken der Zähne führt, Schübe von großer Aggressivität, Wahnvorstellungen, Unruhe. Oft traten diese Symptome nach dem Biss eines wilden Tieres auf. Das passt zur Vorstellung des Werwolfs ist aber die Beschreibung eines Tollwutausbruchs beim Menschen.
Auch eine Vergiftung mit verseuchtem Mutterkorn konnte zu Wahnvorstellungen führen. Ebenso muss man mit einbeziehen, dass es auch psychische Krankheiten gibt, die zu Wahnvorstellungen führen.

Der Moderne Werwolf
Unser heutiges Bild vom Werwolf ist hauptsächlich geprägt durch Filme und Bücher. Traditionell ist es der Biss eines anderen Werwolfs, der zur Verwandlung führt, aber es gibt auch Vererbung und Flüche, die einen haarig werden lassen.
Waren die Werwölfe am Anfang des neuen Mediums Film noch blutrünstig, halb Tier halb Mensch, ging es, um das Hervorbrechen der animalischen Seite des Menschen, gibt es seit den letzten 30 Jahren eine Gegenentwicklung.
Der Werwolf ist zahm geworden. Er verliert nicht mehr so leicht die Kontrolle über sich, wenn der Vollmond am Himmel steht. Wenn er tötet ist es eine willentliche Entscheidung, was bedeutet, es gibt gute und böse Werwölfe.
Auch sein Äußeres hat sich verändert, was wirklich interessant ist. Der mörderische Werwolf, der mit dem Teufel im Bunde war, wurde meistens in Menschengestalt dargestellt. Krallen, länger Zähne, wildes Aussehen, doch eindeutig ein Mensch. Heute wird der Werwolf oft als Wolf dargestellt. Manchmal etwas größer als normale Wölfe, trotzdem als Tier, nicht als Mensch oder Zwitterwesen. Interessanterweise bleibt er innerlich jedoch ein Mensch, mit menschlichen Gedanken und Moralvorstellungen.



Ich wünsche Euch eine friedliche Nacht und lasst Euch nicht beißen oder Gürtel überreichen.


Angela

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    sei "Biss" hat der Werwolf eigentlich viel zu seinem Schrecken verloren, finde ich und ist daher eher etwas weichgespült ...sieht auch der Roman "nach dem Sommer".

    Vom Gruselmonster zur armen, mit Mitleid behafteten Kreatur.....die so ist wie sie ist!
    Aber gut die Zeiten ändern sich auch in der Romanwelt...auch Vampire sind nicht mehr nur immer die bösen Blutsauger...

    LG..Karin...

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    1. Liebe Karin,
      Abwechslung ist ja etwas feines und ich hoffe, auch der gute alte gruselige Werwolf bleibt uns weiterhin erhalten. Wohingegen ich gestehen muss, mit Vampiren, die in der Sonne glitzern, kann und will ich mich nicht anfreunden.

      Liebe Grüße,
      Angela

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  2. Hallo,

    interessanter Beitrag heute :)

    LG
    SaBine

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    1. Liebe SaBine,

      dankeschön. Allerdings hoffe ich doch, dass nicht nur der Beitrag interessant war ; )

      Liebe Grüße,
      Angela

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  3. Einen schönen guten Tag :)
    Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Hab ich sehr gern gelesen!

    Ganz liebe Grüße
    Katharina

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    1. Liebe Katharina,

      herzlichen Dank, es freut mich immer, wenn man Schreiben gern gelesen wird.

      Liebe Grüße,

      Angela

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  4. Hallo,

    danke für den schönen Beitrag. :-) Wölfe faszinieren mich schon lange und ich liebe Geschichten über sie.

    Liebe Grüße
    Petra

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    1. Liebe fantasticbooks,

      auch ich bin von Wölfen sehr fasziniert und natürlich von ihren menschlichen Verwandten.

      Liebe Grüße,

      Angela

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  5. Hallo,

    interessanter Tourbeitrag :)

    Lg Bonnie

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    1. Liebe Bonnie,

      dankeschön. Die Auswahl der Tourbeiträge ist wirklich interessant und auch amüsant.

      Liebe Grüße,

      Angela

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  6. Martina Kast3/24/2015

    Hallo,

    da war ja mal viel infaormatives zum Lesen. Danke dafür. :-)

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    1. Liebe Martina,

      gerne doch. Ich danke für den netten Kommentar.

      Liebe Grüße,

      Angela

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  7. Anonym3/25/2015

    Ich sehe immer wieder mit Begeisterung wie die Autoren sich tief in die Hintergundrecherche eingraben und Wissen anhäufen. Stunden über Stunden muss man daran arbeiten um manchmal im Buch selbst nur einen Satz passend zu machen. Ich bin beeindruckt über diese ganzen Werwolfinformationen und freue mich um so mehr darauf das Buch bald endlich zu lesen. :-)

    LG Yabu

    LG Yabu

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  8. Liebe Yabu,

    ich als Autorin liebe den Teil der Recherche, da ich unglaublich viel Neues entdecken und lernen kann. Außerdem liebe ich es als Leser, wenn ich merke, dass der Autor Wissen, Fakten und Informationen mit Fiktion vermischt hat. Diesen Spaß möchte ich auch an meine eigenen Leser weitergeben.
    Christa hat sich für Roseend z.B. auch mit Weinen beschäftig, was ich wirklich witzig fand.

    Liebe Grüße,
    Angela

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