Montag, 2. März 2015

Zusammen lesen; eine Inspiration der Glimmerfee

Katze beim Lesen
Eigentlich lese ich sehr oft zusammen mit jemand anderen ein Buch. Oder zumindest lese ich über ihn hinweg.


Als Kind lieben wir es, wenn man uns vorliest. Als Erwachsener lieben wir es, den Kindern vorzulesen.


Warum verliert sich das, wenn wir nicht den Bezug zu einem Kind haben?

Gemeinsam fernsehen ist für die meisten etwas Alltägliches. Warum dann nicht auch zusammen ein Buch lesen?!

Meine bessere Hälfte ist mehr der Hörbuch-Freund, da es aber nicht zu jedem Buch eine gesprochene Version gibt, habe ich ihm schon früher ab und an vorgelesen. Meistens zur Weihnachtszeit, allerdings kam ich nie sehr weit (oder er kam nicht weit), weil ich eine einschläfernde Wirkung auf die Menschen habe (wenn ich vorlese oder etwas erzähle).

Nun sehe ich mir seit einiger Zeit die Videos der Glimmerfeen an (habe ich ja noch gar nicht erwähnt) und die beiden Lesen regelmäßig zusammen, ohne das Problem des Einschlafens. Ihr Geheimnis, sie lesen vor, wenn der andere mit etwas beschäftigt ist. Die eine kocht, die andere liest vor. Die eine macht Sport, die andere liest vor.

Ich war von dieser Umsetzung so begeistert, dass ich es mit meinem Lese-Einschläfer direkt getestet habe.
Was soll ich sagen, es funktioniert sehr gut, nicht nur, weil man eine tolle Ausrede hat, warum der andere den Abwasch machen soll. Man macht etwas „aktiv“ miteinander, hat Gesprächsstoff und wird gut unterhalten.

Zusammen lesen wir zurzeit “Und die Furcht gebiert den Zorn“ von Louise Penny. Eigentlich hatte ich das Buch angefangen (so nur für mich), als ich ihm dann aber immer wieder einzelne Passagen daraus vorgelesen haben, weil ich sie so gut, so witzig, so tiefsinnig fand, entschlossen wir, es zusammen zu lesen. Auf der einen Seite ist das richtig gut, auf der anderen Seite fällt es mir ein bisschen schwer, da das Buch wirklich toll ist und ich es gar nicht aus der Hand legen möchte. Aber ich reiße mich zusammen und lese nicht heimlich alleine weiter.

Richtig viel Spaß hat es gemacht “Friedhofstraße 43; Gespenster gibt es doch!“ von Kate Klise und M. Sarah Klise zusammen zu lesen. Meine bessere Hälfte hatte sich eine Grippe mit Fieber, Husten und so manch anderen Dingen eingefangen und musste das Bett hüten. Also musste etwas Amüsantes her, denn Lachen ist gesund. Okay, vielleicht ist Lachen nicht ganz so gesund, wenn man bei jedem Lacher einen Hustanfall bekommt …

Ich kann nur sagen, dass es uns sehr viel Spaß macht, gemeinsam zu lesen und es sich lohnt, es einfach mal auszuprobieren.


Ich wünsche Euch einen guten gemeinsam-lesigen Tag.


Angela

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