Freitag, 10. April 2015

Bücher, Bücher-Challenges, Leseroutine, Statistiken



Ich treibe mich seit einiger Zeit auf YouTube rum und durchforsche die Booktuber-Videos. Ich muss gestehen, dass ich manchmal mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf dagesessen habe.


???


Lesestatistik, Challenges?


Die Frage, die mir direkt durch den Kopf schoss war; liest denn keiner mehr aus Spaß an der Freude?
Setzt es einen nicht ziemlich unter Druck, wenn man sich vornimmt eine bestimmte Anzahl von bestimmten Büchern in einer bestimmten Zeit zu lesen?


SuB, TBR, Neuzugänge, Kaufrausch, Bücher
SuB, TBR, Neuzugänge, Kaufrausch ... Die Bücherwelt im Internet hat ihre eigene Sprache.


Ich mag Druck nicht so gerne, aber leider lässt er sich nicht immer vermeiden und dann habe ich auch noch den Hang, mich selbst unter Druck zu setzen, deswegen möchte ich Druck aus meinen Lieblingsbeschäftigungen eigentlich raushalten.
Menschen, die mit Druck keine Probleme haben, mögen es vielleicht sich ab und zu unter Druck zu setzen. Ist es das?

So eine Challenge kann helfen bestimmte Aufgaben anzugehen, dass finde ich einen positiven Aspekt. So hat Luna Wood z.B. eine Luna is reading in english challenge. Ich glaube es sind 12 englische Bücher, die sie 2015 lesen will.
Das finde ich super und ich überlege, so eine reading in english challenge auch auszuprobieren. Zum einen um das Mysterium Challenges auszuprobieren, aber auch um mein Englisch aufzupolieren.

Der Umgang mit dem Lesen und mit Büchern hat sich wirklich verändert. In meiner Jugend (damals nach den Kreuzzügen) haben wir versucht extra langsam zu lesen, damit das neue Buch länger hält. Heute zieht man sich 15 Bücher im Monat weg.
Okay, früher waren Bücher auch kleingedruckter und hatten mehr Seiten.
Bücher waren teuer, das Taschengeld schmal und so musste man mit beidem haushalten. Trotzdem wurden Bücher gelesen und geliebt. Damit will ich sagen, dass sie ziemlich schnell ziemlich ramponiert aussahen. Einige wenige versuchten ihre Bücher möglichst ungelesen aussehen zu lassen, aber das waren sehr wenige. Heute sehe ich mir ein Video über eine Rebuy-Bestellung an und dann wird wirklich gemeckert, weil ein altes Buch, alt und gelesen aussieht. Es wird sich sogar beschwert, wenn das Buch nur 0,89 € gekostet hat.

Ich finde das sehr … merkwürdig.

Durch meinen Beruf als Autorin beobachte ich seit Jahren den Buchmarkt und seine Entwicklung, doch bis jetzt sehr ökonomisch. Natürlich habe ich auf Foren oder bei Lovelybooks geschaut, was die Leser so treiben, doch war mir dieser extreme Wandel des Leseverhaltens entgangen.


Ich finde das interessant und spannend.

Zudem denke ich, dass ich einige Dinge auch mal ausprobieren sollte. Ich werde es euch mitteilen, wenn ich mir da was überlegt habe.

Wenn jemand von Euch solche Buch-Challenges macht, dann schreibt mir doch mal und erzählt mir davon, das würde mich sehr freuen.


Ich wünsche Euch einen lesegenussigen Tag.

Angela

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