Montag, 1. Juni 2015

Otto, Quelle, Amazon; oder die Angst vor dem Neuen

Wasserkochen in Schwarz


Meine Mama erzählte mir, dass ihr Wasserkocher kaputt gegangen ist. Keine Panik, alles ist gut, sie hat schon einen Neuen. Mein Vater hat ihr einen bestellt.

Bei Amazon, fragte ich und sie sagte, nein, aus einem Katalog.

Katalog?

Gibt es die den noch?
Ja es gibt sie noch, die Katalog-Versandhäuser. Wahnsinn!
Im Zuge dieser Frage, kam eine weiter Frage in mir auf.

Als die Katalog-Versandhäuser aufkamen/zunahmen, gab es da vom stationären Einzelhandel genauso viel Lärm und Gegenwind, wie beim Erstarken von Amazon?
Wurde da auch geschimpft, dass die Katalogen, die kleinen Geschäfte platt machen?
Waren Otto, Neckermann, Bader und Quelle die Amazons von damals?

Neuerungen machen oft Angst. Vielleicht fühlt man sich von der neuen Situation überfordert, weiß nicht so richtig, wie man sich darauf einstellen soll. Man hat Angst vor dem Unbekannten, das die Neuerung mit sich bringt. Es fehlen einem die Ideen oder die Möglichkeiten auf die Neuerungen zu reagieren. Vielleicht will man aber auch nicht, dass sich etwas verändert, weil man es so mag, wie es ist.

Veränderungen können allerdings auch eine Möglichkeit sein, um sich und sein Geschäft neu zu erfinden. Es bietet die Chance, etwas anderes auszuprobieren. Natürlich weiß man nie, wo es einen hinführt, aber besser etwas Neues zu probieren, was gelingen könnte, als z.B. sein Geschäft einfach untergehen zu lassen.


Ich wünsche Euch einen katalogigen Tag.

Angela

Kommentare:

  1. Das Problem bei diesen Entwicklungen ist meistens, dass sogenannte Wertschöpfungsketten kaputt gehen. Man gibt sich innerhalb des Geldkreislaufs nichts mehr zu verdienen - und wundert sich, dass man selbst nichts mehr verdient. Die Monopole, die durch die Umbrüche entstehen, tun niemanden gut.

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    1. Wenn Monopole verhindern, dass andere Geschäfte/Firmen eine Chance habe, dann wird es kritisch. Doch bin ich mal so träumerisch und hoffe, es wird weiterhin große und kleine z.B. Geschäfte geben und anstatt immer nur auf den anderen zu schimpfen, werden neue kreative Ideen entwickelt. Leicht ist so etwas natürlich nicht, vor allem wenn einem die Angst im Nacken sitzt.

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