Freitag, 5. Juni 2015

Warum man auch Dinge tun sollte, die man nicht gut kann.


Photoshop!

Ich bekomme die Krise bei dem Programm. Alle arbeiten mit Photoshop, weil es so viel besser ist und die Arbeit vereinfacht … Nnnja. Ich finde es unlogisch. Viel zu viel unnötiges Herumgeklicke. Okay, vielleicht spricht da gerade auch nur der Frust aus mir und wenn ich es in einigen Jahrzehnten endlich beherrsche, dann finde ich es vielleicht auch super.
Ich erkenne die Möglichkeiten dieses Programms an, ich habe nur Schwierigkeiten die Logik hinter dem Aufbau zu finden. Ich bin kompliziert genug, da habe ich es in anderen Dingen gerne einfacher. Ist aber nicht einfach und trotzdem werde ich versuchen, mich durch das Programm zu ackern.

Warum?

Weil mich meine bessere Hälfte auslacht, wenn ich zehn verschiedene Bildbearbeitungsprogramme nutze, nur um nicht an Photoshop ran zu müssen.
Oben habe ich es ja bereits erwähnt, ich erkenne den Nutzen des Programms und da ich meine Seiten, Cover, Header usw. zum größten Teil selber erstelle und bearbeite, muss ich mich auch mit Dingen befassen, die mir keinen Spaß machen. Oder, die ich nicht kann (noch nicht kann oder auch nicht).

Es gibt zwei gute Gründe, warum man auch Dinge tun sollte, die man nicht kann.

1.) Beschäftigt man sich mit Dingen, die man noch nicht kann, besteht die Möglichkeit etwas Neues zu lernen.
Vielleicht muss man etwas Neues ausprobieren oder lernen, weil es für den Beruf wichtig ist. Es kann sein, dass man weder Gefallen daran findet, noch ein besonderes Können dafür entwickelt. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass man es liebt oder ein verborgenes Talent entdeckt.


Geburtstagskuchen, Classic Victorian Sponge
Backen konnte ich überhaupt nicht gut. Mit viel Übung und Jamie Oliver schmecken meine Backstücke mittlerweile, nur mit dem Dekorieren ... Sieht halt irgendwie immer nach Kindergeburtstag aus.


2.) Nur weil man es nicht kann, muss das nicht bedeuten, dass es einem keinen Spaß macht.
Ich kann nicht singen. Das hält mich nicht davon ab, es trotzdem zu tun. Ich würde jetzt nicht bei einem Gesangswettbewerb teilnehmen, aber ein Geburtstagsständchen oder lautes Mitgrölen im Auto muss schon sein.
Autorennen (also als Computer-/Konsolenspiel) machen mir richtig Spaß. Mit vollem Körpereinsatz spiele ich diese Spiele. Allerdings bin ich grottenschlecht. Wenn ich nicht als Letzter bzw. überhaupt durchs Ziel komme, ist das mein persönlicher erster Platz.


weihnachtsdekoration
Ich kann nicht wirklich gut dekorieren. Trotzdem habe ich Spaß an Halloween und Weihnachten so richtig kitschig alles zu verunstalten.


Wenn es Spaß macht und anderen nicht schadet, dann sollte man ruhig auch Dinge tun, die man nicht gut kann.

Natürlich gibt es auch Sachen, an die traut man sich nicht ran, weil man sie nicht beherrscht oder sie einen sogar frustrieren. So habe ich wirklich Hemmungen etwas in anderen Sprachen zu sagen. Türkisch ist z.B. für mich unglaublich schwer (bis hin zu unmöglich) zu sprechen. Ich kann kein R rollen. Ich probiere das seit ich meine beste Freundin kenne (im Koreanischen wird auch gerne gerollt), also seit 23 Jahren. Es geht nicht! Meine Zunge, Kehle, Stimmbänder sind dafür nicht ausgelegt.

Ich weiß, dass ich mir durch das Gefühl der Hemmung etwas nehme, oder es komplizierter mache, aber das ist ein anderes Thema.



Ich wünsche Euch einen hemmungsfreien Tag.


Angela

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