Freitag, 10. Juli 2015

Mainstream?

Gestern beim Nachdenken ist mir etwas aufgefallen. Eigentlich ist mir das schon öfter aufgefallen, aber gestern habe ich es ausführlich beleuchtet.
Meine Bücher in ein Genre einzuordnen, fällt mir nicht leicht, weil sie meistens nicht nur in einem zuhause sind. Emma und der Fluch der Haguzza gehört zur Urban-Fantasy, aber nicht nur. Es ist ein Jugendbuch, welches man als Erwachsener ebenso lesen kann. Damit passt es zum Mainstream, allerdings fehlt ein Element. Wir haben eine Fantasy-Geschichte, die in unserer Welt angesiedelt ist. Wir haben Hexen, übernatürliche Wesen, Spannung, Abenteuer. Was wir allerdings nicht haben ist eine Liebesgeschichte. Liebe kommt schon vor, auch eine Liebesgeschichte, nur nicht in der Form, wie es der Mainstream vorgibt.

Die Reihe um Sug und Morgan ist spannend, unheimlich, blutig. Wir folgen Sug und Morgan bei ihrer Arbeit als Mitglieder einer geheimen Gesellschaft, die sich übernatürlichen Phänomenen annimmt. Das klingt doch gut.
Nur habe ich auch hier eine entscheidende Änderung vorgenommen. Meine Protagonisten sind zwei Frauen. Serien, die diesem Muster folgen, werden immer von Männern angeführt. Die Bücher, in denen doch einmal eine Frau diese Rolle ausfüllt, sind gespickt mit Liebe und Sex.

Irgendwie bin ich weder Fisch noch Fleisch. Ist das jetzt innovativ oder dumm?


Wassermelonen

Ich selber möchte beim Lesen überrascht werden. Liebesgeschichten stören mich meistens. Möchte ich eine Liebesgeschichte lesen, dann greife ich zu einem Liebesroman. Doch entsteht in mir der Eindruck, dass kein Fantasy-Buch mehr ohne eine Liebesgeschichte auskommt. Bevorzugte Konstellation; Mädchen/Frau steht zwischen zwei Jungs/Männern. Der eine lieb, der andere böse.

Ich schreibe, wie ich selber gern lese, abwechslungsreich. Aber stehe ich damit nicht ziemlich alleine? Grusel und Spannung, Krimi und Nachdenken, das liebe ich bei Büchern. Zombies und Gemetzel sind hingegen so überhaupt nicht meins.

Sollte man sich treu bleiben oder nicht doch mehr auf den Mainstream achten? Schließlich muss man als Schriftsteller Geld verdienen. Das Problem ist nur, ich bin Geschichtenerzählerin und die Geschichten wollen so erzählt werden, wie ich sie zu Papier bringe.


Ich wünsche euch einen eindeutig zweideutigen Tag.


Angela

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