Mittwoch, 5. August 2015

Phantanimal von Angelika Lauriel

Phantanimal von Angelika Lauriel

Wenn man gefragt wird, ob man ein Buch rezensieren würde, oder wie in meinem Fall, ob man an einer Blogtour teilnehmen möchte, dann hofft man, dass einem das Buch gefällt. Mir ging es jedenfalls so. Ich mag Kinderbücher, Drachen, Fabelwesen und Magie.

Warum ich gehofft habe, dass es mir gefällt? Weil ich lieber etwas Positives schreibe, als etwas Negatives. Leider hat mir das Buch nicht gefallen.

Worum geht es?

Die Fabelwesen, leben in der Menschenwelt, können von den Menschen jedoch nicht gesehen werden, da ein Unsichtbarkeitszauber sie schützt. Mit dem Zauber stimmt seit einiger Zeit etwas nicht und so wird beschlossen, dass er erneuert werden muss. So weit so gut, wäre da nicht ein kleines Problem. Das Buch der Zaubersprüche ist weg und so wird Siegwulf ausgeschickt, dass Buch zu finden. Phantanimal, der eigentliche Held der Geschichte, begibt sich heimlich auch auf die Suche nach dem Buch und erhält dabei Unterstützung von Felix, Rike und einer kleinen Hexe.

Ich hatte bereits am Anfang Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Die Dialoge, Logikfehler und manche Sätze haben mich immer wieder stolpern lassen. Das sind jedoch alles Fragen des Geschmacks. Nur weil mir ein Stil mehr zusagt, bedeutet das nicht, dass der andere Stil schlecht ist.

Dann kam jedoch eine Szene, in der sich Felix denkt, dass er jemanden eine Knallen könnte. Das brachte mich dann ziemlich raus. Kinder dürfen in Büchern wütend werde, sie können auch schimpfen, sich prügeln, aber nur dann, wenn es angebracht ist. Felix Gedanke ist nicht nachvollziehbar.

Nun bin ich an einem Punkt, wo es ein bisschen schwierig ist, meine Meinung zu sagen, da ich nicht spoilern will.
Zum Schluss hin gibt es eine Szene, in der jemand am Boden liegt, bewusstlos und trotzdem nach ihm getreten wird. Hinzukommt die Aufforderung, diesen Jemand abzuschlachten.
Lese ich ein Buch über Trollkriege, dann finde ich es angebracht das Wort Abschlachten zu verwenden. In einem Kinderbuch ab 9 oder 11 Jahren …

Kommen wir zum nächsten Punkt. Es gibt natürlich auch einen Bösewicht, der meiner Meinung nach nicht böse ist. Er benimmt sich eher, als hätte er zu viel Cola getrunken. Böse finde ich jedoch das Verhalten der Kinder. Wie schon erwähnt, man kann ruhig mal schimpfen in einem Kinderbuch, aber der arme Bösewicht wird dauernd als blöd, dumm und noch einmal blöd bezeichnet.

Da das Buch durchweg gute Rezensionen bekommen hat, scheint es, als sei ich bei diesen Dingen wohl ein wenig empfindlich. Mir tat der Bösewicht schrecklich leid und ich hätte mir gewünscht, jemand erklärt den Kindern, dass sie sich durch ihr Verhalten selbst auf die dunkle Seite begeben.

Fluchen, schimpfen, sich prügeln, gruselige Situationen, all das darf/kann in ein Kinderbuch rein, doch am Ende sollte es Kindern zeigen, dass Respekt, Fairness, Freundschaft und Liebe wichtig sind und das betrifft auch den Umgang mit dem Bösewicht.


Titel: Phantanimal, Die Suche nach dem magischen Buch
Autorin: Angelika Lauriel
Verlag: UBV
Preis: 10,00 €
Seitenzahl: 200


Ich wünsche Euch einen friedvollen Tag.


Angela

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