Freitag, 6. November 2015

Sicherheit im Internet


Ich muss mal meinen Frust abbauen. Eigentlich trifft es das nicht. Ich muss meinem Unverständnis Luft machen.

Gebt nicht zu viele Informationen über euch raus. Sicherheit im Internet wird groß geschrieben.

Am Ar…!

Wie bitte soll man nicht viele Informationen über sich rausgeben, wenn man z.B. dazu verpflichtet ist, ein Impressum auf seinem Blog, auf seiner Facebookseite, seinem YouTube Kanal zu hinterlegen?
Ich verkaufe keine Autos, Aktien oder Sonstiges auf meinem Blog. Da ich euch aber meine Bücher vorstelle und ich damit potenziell Geld verdienen könnte, muss ich ein Impressum haben.
Ich tummle mich schon seit Jahren im Internet, habe einiges ausprobiert und deswegen auch schon lange ein Impressum, trotzdem ärgert mich das.

Ja, aber das ist nur zum Schutz der anderen!

Jetzt mal Butter bei die Fische! Wenn dich jemand betrügen und abzocken will, dann nutzt er eine Briefkastenfirma oder eine Website, die im Ausland angesiedelt ist, sodass du an die Person gar nicht dran kommst. Zudem frage ich mich; Was ist mit unserem Schutz?
Wer schützt die Selpublisher, YouTuber, Blogger ...?

Nächster Punkt der mir ziemlich auf den Senkel geht. Affiliate-Links.
Ahhh, das ist Werbung, die muss man kenntzeichnen, weil sonst …
Ich stelle euch ein Buch vor, unten verlinke ich euch den Titel. Dieser Link führt zu Amazon. Ihr nutzt den Link, kauft das Buch, ich bekomme ein paar Cent dafür (also ich jetzt nicht, weil ich momentan keine Affiliate-Links nutze). Wenn ich sage Cent, dann meine ich das so. Man bekommt Prozente, was bedeutet; ist der Preis niedrig, dann bekomme ich vielleicht 0,01 €. Diesen 1 Cent müsst ihr aber nicht bezahlen, den bezahlt mir Amazon.
Viele Bücher (z.B. von Selfpubishern) gibt es nur bei Amazon, da kann ich euch gar nichts anderes verlinken. Ob ihr das Buch kauft oder nicht, liegt bei euch. Schließlich setze ich diesen Link nicht, damit ihr das Buch kauft, sondern ich gebe euch eine schnell Möglichkeit den Klappentext zu lesen oder einen Blick in das Buch zu werfen, damit ihr mehr Informationen habt.Kauft ihr das Buch über den Link, wodurch ich ein paar Cent verdiene, freue ich mich. Geht ihr in den Buchladen um die Ecke und kauft da das Buch, freue ich mich auch. Ihr habt ein tolles Buch, der Buchhändler hat Umsatz gemacht und der Autor einen Euro mehr verdient.

Von mir aus kenntzeichne ich diese Links, habe ich kein Problem mit, dass allerdings darüber diskutiert wird, ob nicht auch noch eine Erklärung dazu geschrieben werden muss, finde ich albern.
Wer Affiliate-Links nutzt, der muss das in seinen AGBs/Impressum angeben. Das steht in den in den AGBs von Amazon extra drin. Du kannst aber auch bei Amazon auf der Seite nach unten scrollen und dir alles über das Partnerprogramm durchlesen. Wenn du dann immer noch nicht zufrieden bist, kannst du das Wort googlen.

An Informationen über Partnerprogramme zu kommen, ist ganz leicht, warum soll ich dann dazu genötigt werden eine Erklärung unter jedem Link zu setzen?
Meine bessere Hälfte hatte einen wunderbaren Vergleich aufgestellt, den ich mit seiner ausdrücklichen Genehmigung benutzen darf.

Wenn du ein Auto kaufen willst, dann muss der Autoverkäufer dich auch nicht darauf hinweisen, dass er eine Provision in Höhe von x € Euro bekommt.

Schon vor ein paar Jahren, als ich mich über die Button-Lösung aufgeregt habe, kam in mir das Gefühl hoch, dass man sich immer mit einem Bein in der Kriminalität befindet, wenn man sich im Internet bewegt. Du kannst für jeden Mist abgemahnt werden. Wenn du ein Foto von deinem Bücherregal machst, dann könnte man das als Urheberrechtsverletzung auslegen, schließlich sieht man die Buchrücken.

Das Problem ist nur, dass man Leute abschreckt oder bestraft, die nichts getan, keine böse Absicht verfolgt haben, weil man durch diese Gesetze anderen ermöglicht, diese Leute abzuzocken. Abmahnanwälte schossen plötzlich wie Pilze aus der Erde. Mal ehrlich, du wirst bestraft, weil du einen Fehler im Impressum hast?

„Kevin, du hast Lokomotive falsch geschrieben. Bitte gibt deinen Eltern diese Rechnung, das macht 500 €.“

Piratenseiten auf denen man Bücher illegal runterladen kann, wabern friedlich durchs Netz. Diese Leute tun etwas illegales, sie bestehlen andere, sie haben kein Impressum, nicht einmal eine E-Mail-Adresse ist zu finden.
Nazi-Seiten, auf denen offen zu Gewalt aufgerufen wird, existieren seit Jahren.
Porno-Seiten, die so kranken Scheiß enthalten, dass man denkt, Werbung für einen Horrorfilm vor sich zu haben, sind ganz leicht zu finden.
Mobbing vom Übelsten triffst du überall im Internet.

Leider kann man da schlecht etwas gegen machen. Die Sever stehen … Die Betreiber sitzen in … Rechtlich gesehen hat man …

All diese Dinge existieren offen und leicht zugänglich im Internet. Sie verstoßen gegen Gesetze, Rechte und Menschlichkeit, aber Hauptsache wir werden alle vor den bösen Affiliate-Links geschützt.


Ich wünsche Euch einen ununverständnis-habenden Tag.


Angela

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