Mittwoch, 9. Dezember 2015

8. Adventstürchen. Nachdenklich.

Adventskalender



Heute steckt hinter dem Adventstürchen eine andere Seite der Weihnachtszeit. Es wäre wunderbar, wenn diese winterliche Zeit nur aus Keksen, Lametta und Wärme bestehen würde, doch so ist es leider nicht.

Manchen Menschen fehlt die Sonne, manche Menschen sind einsam und manche Menschen sind traurig. Auch ich kämpfe zurzeit mit einer ziemlich schwankenden und oft belegten Stimmung.
Was tun, wenn man sich am liebsten die Decke über den Kopf ziehen würde?
Was tun, wenn einem alles schwerfällt und man keine Lust auf nix hat?
Was tun, wenn man trübsinnig ist?

Ich weiß, dass ihr (meine lieben Leser) lieber lest als Kommentare zu hinterlassen, aber wenn jemand von euch eine Antwort auf eine oder alle Fragen hat, dann teilt sie mir/uns gerne mit.

Durch mein Psychologiestudium, meine Interessen und die Panikattacken kenne ich einige Theorien, Ratschlägen usw. Einiges habe ich selbst ausprobiert, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Worauf es bei mir ankommt, ist meine Individualität, mein Charakter.

Ein Beispiel. Wenn man in einem Bus eine Panikattacke bekommt, ist der Rat, sich abzulenken, indem man die Werbung im Bus liest. Das funktioniert bei mir nicht.
Ich kann mich nur mit etwas ablenken, dass auch meinen Interessen entspricht. Bücher, alte Gebäude, Schokolade, Schafe, Katzen (ich habe jetzt mal die Dinge aufgezählt, die mir in der freien Wildbahn begegnen).

Worauf ich hinaus will … Wenn die Emotionen im Keller festhängen, dann ist es ratsam sich etwas herauszusuchen, das einem Freude macht. Steckt man wirklich fest in dieser Phase, wird man zu Beginn keine Freude empfinden, doch das ändert sich.

Sich mit dem zu beschäftigen, was einem Freude bereitet, ist allerdings nicht ganz so einfach, wenn man keine Zeit hat. Gerade vor Weihnachten läuft das normale Leben weiter (Arbeit, Studium, Schule, Familie usw.), hinzukommt jedoch noch die Jagd nach Geschenken, das Planen der Festlichkeiten …
Wo soll man da die Zeit für sich hernehmen?

Aussortieren und Streichen.

Was nicht wirklich sein muss, muss nicht wirklich sein. Auf den ersten Blick scheint alles wichtig. Ist es aber nicht.
Das alleine mindert bereits den Druck und kann sich positiv auf die Verfassung auswirken.
Nehmt euch die Zeit für euch und tut etwas, das euch Freude macht. Lesen, mit jemanden einen Kaffee trinken, Wolken zählen, Eisskulpturen erschaffen, die Nägel lackieren, mit den Legos der Kinder spielen, nackt durch den Garten rennen.  

Egal, wie merkwürdig es auf andere wirken mag, lass es dir wenigsten eine halbe Stunde mal gut gehen.


Ich wünsche Euch einen Freude-findenden Tag.

Angela

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