Freitag, 26. Februar 2016

Keine Angst vor klassischer Literatur

Johann Wolfgang Goethe

Der Themen-Monat März steht unter dem Motto “Keine Angst vor klassischer Literatur“.
Auf das Thema bin ich durch BookTube gekommen. Immer mal wieder werden Klassiker vorgestellt und meistens entsteht der Eindruck, dass es Schwerstarbeit ist, sich an einen heranzuwagen. Manche BookTuber haben sich sogar eine Klassiker-Challenge auferlegt.

Es gibt positive Stimmen zu dem Thema, keine Frage. Die überwiegenden Äußerungen machen mich allerdings etwas … sie irritieren mich.

Die Sätze sind zu lang, der Schreibstil zu schwierig, die Rechtschreibung entspricht nicht dem heutigen Standard.

Natürlich sind Bücher oder Geschichten immer Geschmackssache. Trotzdem beschleicht mich der Verdacht, dass es beim Lesen größtenteils ums Konsumieren geht, nicht um den Inhalt. Auch wenn die Geschichte unlogisch oder der tausendste Abklatsch ist, wird sie gut bewertet, weil sie sich schnell lesen lässt. Dass man mal Lust auf so etwas seichtest hat, kann ich nachvollziehen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man Lesen auch dazu nutzen sollte seinen Kopf anzustrengen, nachzudenken und seinen Horizont zu erweitern.

Wie heute, gibt es unter den Klassikern die unterschiedlichsten Schreibstile. Manche Schriftsteller neigen zu langen Sätzen, andere zu kurzen. Manche schwafeln, manche bringen es auf den Punkt.

Ich möchte euch in dieser Reihe einige Klassiker vorstellen und ich hoffe, dem einen oder anderen die Angst vor diesen Werken zu nehmen, denn so schwer sind sie nicht, wenn man sich auf sie einlässt.
Lange Sätze sind z.B. mit Kommata versehen, die helfen, den Sinn zu verstehen. Liest man sie mit (macht man an ihnen eine kurze Pause), dann stellen lange Sätze kein Problem dar.

Ich kann auch nicht mit allen klassischen Schriftstellern etwas anfangen. In der Schule habe ich mich z.B. durch Thomas Mann gequält. Ich mag Beschreibungen, doch das waren mir dann zu viel.
Meine bessere Hälfte liebt Nathan der Weise von Lessing. Ich bin bei dem Buch ständig eingeschlafen. Dafür habe ich bei “Die Verwandlung“ von Kafka Rotz und Wasser geheult und durch “Faust“ meine Liebe zu Goethe entdeckt.

Klassiker bieten mehr als nur eine lesetechnische Herausforderung. Es gibt Liebesgeschichten, Krimis, Gruselgeschichten, Dramen und Komödien. Traut euch, wer weiß, welche Schätze ihr für euch entdecken könnt.


Die Themen im März
Als die Genres noch überschaubar waren. Klassiker und ihre Genres; ein Überblick
Kling Wörtchen kling. Shakespear, Goethe, Schiller und Co.
Die aufregende Zeit der viktorianischen Literatur
Meine Lieblingsklassiker



Ich wünsche Euch einen klasse Tag.

Angela

Kommentare:


  1. Oh! Interessantes Thema.

    Dazu hatte ich auch mal einen Blogbeitrag verfasst: http://zitatus.blogspot.de/2015/07/wie-man-hochliteratur-versteht.htm

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  2. Lieber Markus Walther (von dem der vorherige Kommentar eigentlich stammt),
    mir ist da ein Missgeschick unterlaufen, deswegen musste ich deinen Kommentar so veröffentlichen. Herzlichen Dank für deinen Link. Schaut rein,der Post lohnt sich.

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