Freitag, 25. März 2016

Genre-Überblick die Dritte

Mit diesem Post schließe ich die Genre-Übersicht ab.

Habe ich welche vergessen?
Mit Sicherheit.
Allerdings sollte das Ganze auch nur eine Übersicht werden und keine Doktorarbeit. Dann mal ran an die Genres.

Dracula, Geschichten des Grauens, Von denen Vampiren, Bram Stoker, Edgar A. Poe, Klassischer Horror

Grusel/Horror
Beginnen wir mit einem Vorurteil (mal wieder). Klassische Horror/Grusel-Bücher sind nicht gruselig. Es fehlt die Splatteraction.
Wer viel Blut und Ekel braucht, um sich zu gruseln, der wird mit Klassikern wahrscheinlich nicht glücklich. Wobei ich persönlich (aber ich mag es auch nicht soo blutig und ekelig, da mich das nicht gruselt, sondern nur ekelt) einige Geschichten von Poe oder Lovecroft recht “modern“ finde.
Der Horror in Klassikern wird durch die Atmosphäre, die Psychologie erzeugt. Es wird mit Ängsten gespielt, die die meisten Menschen kennen. Dunkelheit, unheimlich Orte, Tod, Wahnsinn, Kontrollverlust.

Bram Stoker: Dracula
Mary Shelley: Frankenstein
Edgar Alan Poe: Sämtliche Werke
H.P. Lovecroft: Viele Werke
E.T.A. Hoffmann: viele Werke
Robert Louis Balfour Stevenson: Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Joseph Thomas Sheridan Le Fanu: Camilla u.v.m.

Fantasy/Märchen
Was ist das Besondere an diesem Genre? Gute Frage, die ich ein bisschen schwierig finde zu beantworten. Mir scheint, dass sich dieses Genre gar nicht so sehr verändert hat. Die Sprache ist heute etwas anders, manchmal zu sehr an die heutige Zeit angeglichen.
Vielleicht finden wir in den Klassikern dieses Genre öfter/eher eine Moral.
Es gibt allerdings eine bestimmte Art von fantastischen Geschichten, die wir unter den Klassikern häufig finden. Reise-Abenteuer. Es werden versunkene Städte, Länder, Inseln gefunden. Dinosaurier, Monster, riesige Tiere werden entdeckt. Reisen in die tiefsten Meere oder sogar zum Mond werden unternommen.
In diesen Geschichten spiegelt sich eine Zeit der Entdeckungen, des Fortschritts. Moderne Schiffe ermöglichten es den Menschen in wenigen Wochen andere Länder zu bereisen. Gleichzeitig beflügelte die Wissenschaft die Phantasie der Menschen und sie stellten sich die Frage, was wird in einigen Jahren noch möglich sein.

J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit, Herr der Ringe, Das Silmarillion
Jules Verne: 20.000 Meilen unter dem Meer, Reise zum Mittelpunkt der Erde, Reise um den Mond
Sir Arthur Conan Doyle: Die Vergessene Welt, Das Nebelland
Wilhelm Hauff: Märchen, Mitteilungen aus den Memoiren des Satans
H.G. Wells: Der Krieg der Welten, Die Zeitmaschine, Der Unsichtbare



Der kleine Hobbit, Der Hobbit, J.R.R. Tolkien

Utopien/Dystopien
Seit gute zwei/drei Jahren wird ja gerne mit dem Begriff Dystopie nur so um sich geschmissen in der Buchwelt. Natürlich verändern sich Genre mit der Zeit. Im klassischen Sinne ist eine Dystopie die Darstellung einer Gesellschaftsform, die in der Zukunft liegt und geprägt ist von Unterdrückung, Verstaatlichung und meistens dem Verlust von Individualität. Zudem enden die meisten Dystopien nicht gerade mit einem Happy End. Selection ist ein Liebesroman mit SiFi Elementen, keine Dystopie.
Die Utopie handelt hingegen von einer idealen Welt. Dort ist alles perfekt, es gibt einen positiven Blick auf die Zukunft oder zumindest die Dinge, die möglich sind.
Beide Formen wurden genutzt, um auf herrschende oder zukünftige Missstände aufmerksam zu machen.
Durch die positive Darstellung einer Zukunft tritt der Unterschied gegenüber der Gegenwart noch stärker hervor.
Die Dystopie kann man als Warnung verstehen vor dem, was passieren KÖNNTE, wenn man bestimmte Dinge in der Gegenwart weiterführt.

Aldous Huxley: Schöne neue Welt
Robert Hugh Benson: Der Herr der Welt
George Orwell: 1984
Modernere Klassiker im Bereich Dystopie
Ray Bradbury: Fahrenheit 451
Richard Matheson: Ich bin Legende
Anthony Burgess: Uhrwerk Orange
Stephen King: Todesmarsch, Menschenjagd
Alan Moore: V wie Vendetta

Utopien
Thomas Morus: Utopia
Francis Bacon: New Atlantis
Jonathan Swift: Gullivers Reisen
Edward Bellamy: Looking Backward


Keine Angst vor klassischer Literatur Klassiker fördern das Selbstständige-Denken
Als die Gernes noch überschaubar waren
Klassiker und ihre Genres die Zweite



Ich wünsche Euch einen spannenden Tag.

Angela




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