Montag, 28. März 2016

Regeln für Autoren, die ich brechen werde



Ich habe vor, ein paar Regeln zu brechen. Bevor ich euch verrate, um welche Regeln es genau geht, gebe ich euch einen kleinen Einblick in das Insider-Wissen eines Autors.

Es gibt gewisse Leitsätze und Regeln, an die man sich halten soll, wenn man seine Bücher erfolgreich verkaufen möchte. (Die folgende Auflistung ist nicht nach Wertigkeit geordnet.)

1. Du darfst zwar sagen, dass du dich über die Veröffentlichung deines neuen Buchs freust, du darfst es jedoch nicht toll finden oder rezensieren.

2. Du solltest nicht auf Rezensionen antworten.

3. Speziell für Selfpublisher: Du darfst deine Covers nicht selbsterstellen. Du musst alle Arbeiten, außer das Schreiben, auslagern.

4. Du musst professionell wirken und gleichzeitig unprofessionell.

5. Du darfst dich zwar nicht zu den Rezensionen äußern, aber du solltest jede neue gute Rezension auf den Sozial-Media-Plattformen veröffentlichen.

6. Ein Buch wirkt nur professionell, wenn es so und so aussieht.

7. Du musst deine Leser genau kennen!

Sind diese Regeln sinnvoll oder nicht?
Ich denke, dass einige sinnvoll sind, andere nicht, aber trotzdem funktionieren. Ich möchte mit euch gar nicht über die Sinnhaftigkeit sprechen, denn jeder sollte für sich entscheiden, ob diese Regeln zu ihm und seinem Buch passen.
Zu mir passen einige dieser Regeln nicht.

Ich habe mich viel mit Marketing und Marken-Aufbau beschäftigt, vieles habe ich ausprobiert. Trotz meines Wissens stand ich immer wieder vor einem Problem, mir fiel die Umsetzung schwer.

Warum? Weil ich mich mit den meisten Punkten so überhaupt nicht wohlgefühlt habe. Doch eine weitere Regel besagt;

Sei du selbst. Sei authentisch.

Jetzt verratet mir mal, wie man authentisch sein soll, wenn man sich bei dem, was man tut nicht wohlfühlt, wenn man das so gar nicht ist?

Ich gebe euch ein konkretes Beispiel.
Wenn ich auf meinem Blog Werbung für meine Bücher mache, dann fühle ich mich damit nicht wohl.
Ich habe mir die Frage gestellt, woran das liegt und bin zu einer wichtigen Erkenntnis gelangt.

Die Werbung ist losgelöst von meinem Blog und von mir. Sie fällt aus dem Rahmen, entspricht nicht dem, was meine anderen Posts darstellen.

Warum ist das so?

Weil ich mich dabei an einige Regeln gehalten habe, die nicht zu mir passen, also werde ich sie brechen.

Ich stelle euch öfter mal Bücher vor, mache ich Werbung für meine eigenen Bücher, ist das doch eigentlich auch eine Vorstellung. Eben nicht. Bei einem fremden Buch kann ich euch erzählen, worum es geht und warum ich es gut finde. Ich öffne mich, berichte euch, dass ich z.B. gelacht oder geweint habe. Ich kann euch vorschwärmen oder es analysieren.
Bei meinem eigenen Buch darf ich euch laut Regeln nur den Inhalt näherbringen und mich darüber freuen, dass es erhältlich ist.

Andere dürfen über mein Buch reden, das darf ich euch mitteilen, aber ich selbst darf nicht über mein Buch reden.

Das kann ich nicht. Ich habe es versucht und heraus kommt ein nichtssagender Werbe-Post. Ich kann euch nicht erzählen, warum es sich lohnt, meine Bücher zu lesen, wenn ich nicht begeistert sein darf.

Ein Teil meiner Arbeit ist Zwang. Ich muss schreiben, weil die Geschichten erzählt werden wollen. Ein anderer Teil meiner Arbeit ist Freude. Es gibt Dinge, von denen ich begeistert bin, die ich wichtig finde, die mich entspannen. Diese Dinge möchte ich mit euch teilen, ich möchte sie euch bieten.

Meine Arbeit besteht noch aus wesentlich mehr Teilen, aber belassen wir es erst einmal bei diesen zwei Punkten.

Wenn ich also ein Buch schreibe, dann hat es einen Grund. Nehmen wir die Sug und Morgan Reihe als Beispiel. Ich persönlich liebe Gimmicks in Büchern oder Filmen. Bei den Büchern von Dan Brown hat man z.B. die Möglichkeit mit zu rätseln, die Codes zu knacken. Ja, ich gehöre zu den Leuten, die sich ein Blatt Papier schnappen, den Code abschreiben und dann rumrätseln. Parallel zur Serie Sherlock habe ich die Blogs von Sherlock Holmes und John Watson gelesen.

Ich liebe Gimmicks in Büchern und ich weiß, auch andere Menschen lieben das. In der Sug und Morgan Reihe findet ihr solche Gimmicks. Kleine Hinweise, denen man folgen kann.
Meine Freude an Büchern, die mich unterhalten, bei denen ich miträtseln kann, steckt in der Sug und Morgan Reihe und das aus einem ganz schnulzigen Grund;

Ich möchte diesen Spaß mit Euch teilen. Ich möchte, dass es mehr Bücher dieser Art gibt für alle, die auch Freude an solchen Spielchen haben.

So viel zu diesem Thema. Ich bin gespannt, wie ich das umsetzen werde. Aber noch gespannter bin ich, wie die Reaktionen darauf sein werden? Vielleicht fällt es nicht einmal auf.

Ihr könnt mir übrigens gerne eure Gedanken mitteilen. Ich quatsche euch ja immer ziemlich voll, also dürft ihr das auch. Ich kann nicht nur viel reden/schreiben, ich kann auch gut zuhören.


Ich wünsche euch einen angenehmen Start in die Woche und Frohe Ostern.

Angela

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