Montag, 25. April 2016

Die Ehe für Homosexuelle geht gar nicht!

Warum?

Was ist so schlimm daran, wenn zwei Menschen, die sich lieben, heiraten?

Die Ehe steht unter besonderem Schutz und außerdem ist sie zur Fortpflanzung gedacht.

Fangen wir mit dem zweiten Argument an.
Ehe=Fortpflanzung
Es gibt Paare, die wollen keine Kinder. Es gibt Paare, die haben Kinder, sind jedoch nicht verheiratet und wollen es auch nicht sein. Es gibt Paar, die können keine Kinder bekommen.
Wenn es bei der Ehe vornehmlich um die Fortpflanzung geht, dürfte das erste Paar nicht heiraten. Das zweite müsste zu einer Ehe gezwungen werden und das dritte sich wieder scheiden lassen.

Die Ehe
Die Geschichte der Ehe ist eine Geschichte voller Missverständnisse!
Heute wird aus der Ehe ein romantisches Event gemacht (so leid es mir tut, aber aus rein finanziellen Gründen). Die Ehe gründet sich jedoch nicht auf Romantik, sondern Geld/Besitz. Sie wurde erfunden, damit der Besitz im Clan, in der eigenen Familie bleibt. Mit der Hochzeit wurde deutlich gemacht, dass die Frau einem gehört (in seltenen Fällen zu einem gehört), ihr Besitz jetzt meiner ist und ihre Kinder meine sind und damit erbberechtigt.
Früher durfte auch nicht jeder heiraten. Eigentlich heirateten ausschließlich Menschen, die Besitz und Vermögen hatten. Deswegen wurde auch das Zölibat erfunden. Zu Beginn der katholischen Kirche, durften sich Priester vermehren. Das Problem daran war nur, dass ihr Besitz auf die Kinder überging. Gab es keine Nachkommen, dann fiel die Erbschaft der Kirche zu.

Die Ehe war eine rein strategische Verbindung von Besitz und Macht, Liebe spielte keine Rolle.

Heute steht meistens die Liebe bei einer Ehe im Vordergrund. Wenn das so ist, warum wird dann bestimmten Menschen die Ehe aus Liebe verweigert?

Na gut, sprechen wir über Homosexualität. Ein gern gebrachtes Argument; sie sei nicht natürlich. Homosexualität gibt es, seit es Menschen gibt. Würden wir im alten Griechenland oder in Rom leben, hätten wir diese Diskussion überhaupt nicht.
Auch in der Tierwelt gibt es Homosexualität. Das Argument, sie sei unnatürlich, widerlegen etliche Studien.

Angst
Oft entsteht Ablehnung aus Angst heraus. Warum könnten mir Homosexuelle Angst machen?
Vielleicht habe ich Angst, dass Homosexualität ansteckend ist. Da kann ich jeden beruhigen, ist sie nicht, denn sie ist keine infektiöse Krankheit.
Vielleicht hat man Angst, angebaggert zu werden. Baggerst du jeden Mann oder jede Frau an? Zudem sind die meisten Homosexuellen sehr vorsichtig mit dem Anbaggern, gerade weil sie oft auf Ablehnung stoßen.

Ich finde es schade, dass man einen Menschen auf seine sexuelle Orientierung beschränkt. Sagen wir, du stehst nur auf Dunkelhaarige. Möchtest du ständig danach gefragt werden? Stell dir vor, dir würden Rechte aberkannt, nur weil dein Partner schwarze Haare hat. Mit wem der Mensch, der mir gegenübersteht schläft oder zusammen ist, sagt doch nichts über die Person aus. Ist sie nett, ist sie ein Arschloch, ist sie intelligent, ist sie liebevoll?

Sag mir, mit wem du schläfst und ich kann dir all diese Fragen beantworten!

Unser Grundgesetz sieht das ähnlich. Niemand darf wegen seiner Hautfarbe, seines Geschlechts, seiner Religion, seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden.
Diese Gesetze sollen dafür sorgen, dass wir alle, die gleichen Rechte und Chancen haben. Die Verweigerung, die Eheschließung für Homosexuelle zu öffnen, ist gesetzeswidrig.

Ich persönlich halte es für wichtig, dass Homosexuelle heiraten dürfen, weil es ein Zeichen wäre. Ein Zeichen, dass wir alle gleich sind und die gleichen Rechte haben. Solange Homosexuelle vor dem Gesetz nicht gleichbehandelt werden, wird sich Homophobie nur schwer vermeiden lassen.

Liebe Menschen, die ihr die Ehe für alle, die sich lieben, ablehnt,
euch wird nichts weggenommen. Eure Ehe ist deswegen nicht weniger wert. Gestaltet eure Ehe so, wie ihr es möchtet, aber lasst doch anderen Menschen ihre Freiheit dasselbe zu tun.

Noch zwei – drei Worte zu dem Thema Kinder/Adoption. Ein Recht, das die Eheschließung mit sich bringt, ist das Adoptionsrecht. Nun wird dies gerne gegen die Öffnung der Ehe ins Feld geführt.

Kinder brauchen Mutter und Vater.

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind aufzuziehen. (Sprichwort. Wahrscheinlich aus Afrika, aber dazu gibt es verschiedene Angaben.)

Meiner Meinung nach brauchen Kinder Liebe und Geduld. Ich persönlich finde, zwei Menschen sind zu wenig, ich unterstütze den Dorf-Gedanken.
Jede zweite Ehe wird geschieden. Das bedeutet, die wenigsten Kinder werden mit Mama und Papa in einem Haushalt groß. Das ist eine Realität. Es gibt genug Kinder, die nicht gewollt werden. Es gibt Gewalt gegen Kinder. Es gibt Eltern, die diese Bezeichnung nicht verdienen. Das ist Realität.

Zwei Männer, die sich ein Kind wünschen, es voller Liebe großziehen würden, halte ich für bessere Eltern, als ein heterosexuelles Paar, dass sich um keins ihrer 4 Kinder kümmert.

Wenn es bei dieser Debatte nur um das Wohl der Kinder geht, dann entscheidet für dieses Wohl. Kinder brauchen Liebe, Geborgenheit, Aufmerksamkeit und Geduld. Das kann ihnen ein Mann genauso geben wie eine Frau.


Ich wünsche Euch einen geborgenen Tag.

Angela


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