Freitag, 8. April 2016

Meine Lieblingsklassiker



der geheime garten, mord im Orientexpress, der Hund der baskervilles

Die meisten Schüler machen keine besonders positiven Erfahrungen mit der Literaturauswahl in der Schule. So ging es mir auch. Die Bücher, die wir lesen mussten waren so überhaupt nicht meins. Besonders die Jugendbücher … Aber lassen wir das.
Also, ich war wenig begeistert von den Büchern, die wir in der Schule lesen mussten, bis wir uns mit Goethe beschäftigten. Ein dünnes Reklam-Heft, dessen Inhalt Faust war, musste gelesen werden. Extrem unmotiviert (obwohl ich die Gedichte von Goethe bereits liebte) begann ich zu lesen und war direkt hin und weg. Es entsprach so sehr dem, was ich damals empfand.
Die Schule brachte mich zu Goethe und Verfilmungen zu Shakespeare, Bram Stokers Dracula und Jane Austen.

Dracula begeisterte mich nicht nur von seiner Geschichte her, sondern auch von seinem Aufbau. Dracula war das erste Buch, das aus Berichten, Tagebucheintragungen und Briefen bestand. Das fand ich genial, innovativ.
Ungewöhnliche Formen zogen mich damals magisch an, wobei ich sagen muss, dass ich ja noch ein Literatur-Neuling war und somit vieles ungewöhnlich.
Der Rabe von Edgar Allan Poe war für mich ebenso eine ungewöhnliche Besonderheit. Der Rabe ist ein Gedicht, trotzdem erzählt es eine ganze Geschichte.
Kurzer Gedanken-Einwurf: Das ist ein Punkt, den ich nicht ganz nachvollziehen kann. Ich stoße immer wieder auf die Aussage, dass man sich in einem kurzen Buch nicht auf die Protagonisten einstellen kann. Es würde keine Nähe erzeugt werden. Das empfinde ich anders. Ich kann mich nach einer Seite mit der Geschichte oder den Charakteren verbunden fühlen. Weder die Erzählerperspektive noch die Länge eines Buchs ist für mich ausschlaggebend, wie intensiv ich mitfühle. Für mich zählt die Geschichte und das Können des Autors.
Zurück zu Poe. Ich liebe die Geschichte/das Gedicht. Die Geschichte ist düster, traurig und extrem atmosphärisch.

Mein Bücherregal ist ein bisschen Krimi-lastig, doch mit diesem Genre habe ich erst etwas später angefangen. Meine Jugend war sehr stark auf Horror/Grusel/Fantasy/Sachbücher ausgerichtet. So ab 25ig bin ich erst richtig krimisüchtig geworden. Krimis geschaut habe ich schon immer gern, aber nicht gelesen. Eigentlich ist meine Nichte dafür verantwortlich. Sie lieh mir Ann Granger.
Es folgte Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle und Agatha Christie. Meine neuste Entdeckung im Bereich klassische Krimis ist Wilkie Collins (Die Frau in Weiss).

Im Bereich Kinderbücher (ich nenne es jetzt mal so) sind meine Favoriten Der kleine Lord und Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett. Die Charaktere in diesen Büchern sind eckig und teilweise unsympathisch, zumindest am Anfang, aber gerade das macht die Geschichten so spannend und lebendig. Die Geschichten erzählen von Herausforderungen, denen sich die Kinder (aber auch die Erwachsenen) stellen. Sie müssen sich auf neue Begebenheiten einstellen und sie meistern, was sie auf brillante Art tun.

Zwei meiner absoluten Lieblingsklassiker sind Stolz und Vorurteil von Jane Austen und Jane Eyre von Charlotte Brontë. Es geht um starke Frauen, die ihr Leben bzw. die Gesellschaft hinterfragen. Sie gehen ihren eigenen Weg, zumindest mit den Möglichkeiten, die ihnen als Frauen damals zur Verfügung standen. Auch, wenn sich die Bücher in diesen Punkten gleichen, sind sie sehr verschieden. Stolz und Vorurteil kann man am Tag lesen, im Salon und einige Stellen den anderen Damen vortragen. Jane Eyre liest man allein, damit man sich völlig seinen Emotionen hingeben kann.

Das war der Themen-Monat März und mein Versuch Euch die Angst vor Klassikern zu nehmen. Fassen wir meine Ausführungen noch einmal kurz zusammen.

Es gibt nicht den einen Klassiker! Es gibt die verschiedensten Genres und es lohnt sich, in sie hineinzulesen!

Klassiker KÖNNEN (müssen aber nicht) das Selbstständige-Denken fördern.

Achtet auf die Geschichte, nicht auf die andere Art der Ausdrucksweise und ihr werdet einen Zugang zu Klassikern finden.

Es gibt keinen Grund, sich vor Klassikern zu fürchten, die meisten beißen nicht (bei Dracula und Camilla bitte aufpassen).


Keine Angst vor klassischer Literatur Klassiker fördern das Selbstständige-Denken
Als die Gernes noch überschaubar waren
Klassiker und ihre Genres die Zweite

Genre-Überblick die Dritte
Die aufregende Zeit der viktorianischen Literatur


Ich wünsche Euch einen klassischen Tag.

Angela


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