Freitag, 24. Juni 2016

Bonavendi? Was ist das? Ich verrate es euch


Da schaue ich meine Mails nach und finde eine wirklich freundliche Anfrage. Ein junges StartUp Unternehmen fragt mich, ob ich nicht einen Blick auf sie werfen möchte, um gegebenenfalls über sie zu berichten.
Müssen wir vorab jetzt dieses leidige Thema mit der Werbung abklären? Na gut, besser ist besser. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich ziemlich frei-Schnauze schreibe. Damit will ich sagen, ich schreibe, was ich denke und fühle.

Wenn mir etwas nicht gefällt, dann sage ich das. Wenn mir etwas gefällt, dann sage ich das auch.
Was ich euch über das StartUp berichte, ist meine Meinung, die weder von den freundlichen Mails beeinflusst wurde, noch von sonst irgendetwas.
Kommen wir nun aber zum Hauptthema.

Bonavendi. Das ist?

Was ist Bonavendi?

Bonavendi ist eine Internetseite, die euch beim Suchen hilft.
Seid ihr auf der Suche nach einer Plattform, um eure gebrauchten Dinge (Spiele, Bücher, DVDs usw.) zu verkaufen, kann Bonavendi ziemlich hilfreich sein. Ihr teilt der Suchmaschine mit, was ihr verkaufen wollt und sie zeigt euch, bei welchen Anbietern ihr den besten Preis herausholen könnt.

Pluspunkt
Extra Gimmick für Studenten. Es gibt eine Unterfunktion die speziell dem Verkauf von Studiumsbüchern dient.
Vielleicht hat sich in dem Bereich ja etwas getan, aber zu meiner Studienzeit waren die Bücher teilweise exorbitant teuer. Die Bücher wieder verkaufen oder gebraucht kaufen zu können, finde ich eine prima Sache.

Wie gerade erwähnt, kann man die Suchmaschine auch in die andere Richtung nutzen.
Ja, ich bin Autorin und verdiene mit dem Verkauf meiner Bücher Geld, deswegen finde ich es super, wenn ihr meine Bücher kauft. So geht es auch anderen Autoren.
Ebenso gut verstehe, was es für eine Freude macht, Bücher im Angebot zu kaufen, besonders, wenn man gerne liest, aber keine Kohle hat.
Wie ich euch schon einmal erzählt habe, nutze ich Rebuy, vor allem, weil ich immer wieder Interesse an Büchern habe, die es ausschließlich gebraucht gibt.

Mit meiner Bücherliste neben mir, habe ich Bonavendi ausprobiert, allerdings nur zum Suchen, ich versuche im Moment brav meine Büchersucht zu kontrollieren. Trotzdem habe ich die Suchmaschine mit den Titeln gefüttert, um alles auszutesten.

Neutral
Ich könnte negativ schreiben, da ich es nicht als negativ empfinde, habe ich Neutral gewählt.
Ich habe die Titel der Bücher in die Suchmaschine eingegeben, das minderte jedoch die Treffsicherheit der mir angezeigten Vorschläge. Nutzte ich die ISBN gab es keine Probleme.
Zweiter Punkt, der mir aufgefallen ist; nicht bei jedem Verkaufsportal wird der Preis des gesuchten Buchs angezeigt. Erst dachte ich, es liegt daran, dass das Buch nicht überall erhältlich ist, dem war nicht so. Ich klickte Amazon an und da gab es das von mir gesuchte Buch ebenfalls.

Das waren jetzt zwei Kleinigkeiten die mir aufgefallen sind, die … nicht perfekt waren, aber für mich kein bisschen ins Gewicht fallen. Vor allem, weil dem jede Menge Punkte gegenüberstehen, die mir richtig gut gefallen haben.

Positiv
In der Seite steckt wirklich Arbeit und das merkt man.
Es gibt kostenlose Apps, mit denen man den Barcode der Artikel scannen kann, das spart Zeit und Tipparbeit.
Es sind zwei Warenkörbe vorhanden. Einen für die Verkäufe, einen für die Käufe. In diesen werden die Artikel, die Anbieter und die Preise sehr detailliert und trotzdem übersichtlich angezeigt.
Ein Blog mit News und Gimmicks ist vorhanden, der einen Blick wert ist.
Die Videos sind richtig gut gemacht. Sie sind informativ und unterhaltsam.

Fazit
Mir gefällt die Seite wirklich gut, weil Herzblut und Arbeit drinsteckt. Bonavendi ist ein praktisches und gut durchdachtes Tool, wenn man gebrauchte Dinge verkaufen oder kaufen möchte.
Suche ich nach bestimmten Büchern, habe ich manchmal drei oder vier Tabs gleichzeitig auf und bin am Vergleichen, ich persönlich finde das etwas nervig. In diesem Punkt kommt mir die Übersichtlichkeit von Bonavendi sehr entgegen.
Als wir vor zwei Jahren umgezogen sind, hätte ich mich über Bonavendi gefreut. Wir hatten einige Dinge aussortiert, gespendet, verschenkt und wollten den Rest verkaufen. Ich hatte mich drangesetzt und geschaut, wo kann ich was verkaufen, aber … Andere Dinge waren wichtiger und mussten zuerst erledigt werden. Bonavendi hätte mir sicher Zeit und Arbeit gespart.

Das war meine Meinung zu Bonavendi, jetzt möchte ich euch mit Hilfe einiger Interview-Fragen die Menschen hinter dem StartUp vorstellen.


Interview mit Bonavendi

1.) Meine Lateinkenntnisse sind ziemlich eingerostet, aber bedeutet Bonavendi nicht so etwas wie “Der gute Verkauf oder gut verkaufen“? Wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Da bist du schon auf dem richtigen Dampfer J! Tatsächlich kommt bonavendi jedoch aus der Plansprache Esperanto. Die Übersetzung bedeutet, wie du aus dem lateinischen richtig abgeleitet hast, „gut verkaufen“. Dies ist ja auch der Kernnutzen von Bonavendi. Wir wollen das jeder seine gebrauchten Sachen schnell und einfach zum besten Preis oder kurz gesagt gut verkaufen kann J

2.) Bleiben wir bei dem Wie. Wie kam es zu eurer Geschäftsidee?

Die Idee zu Bonavendi ist eigentlich ganz einfach entstanden. Florian musste umziehen und wollte daher selbst nicht mehr benötigte DVDs und Bücher verkaufen und ist auf Ankaufportale aufmerksam geworden. Musste jedoch sehr schnell erkennen, dass die Preise zwischen den einzelnen Anbietern sich stark unterscheiden, der manuelle Preisvergleich jedoch unglaublich zeitaufwendig ist. Da der größte Vorteil von Ankaufportalen die schnelle und unkomplizierte Abwicklung ist, war der logische Schritt, dass dies auch für den Preisvergleich der Fall sein sollte. Die Idee war geboren und zusammen mit seinen beiden Schulfreunden Stefan und Marco setzten sie die Idee in die Tat um.

3.) Eure Seite ist wirklich gut gestaltet, hinzukommen die hervorragend gemachten Videos. Wie viel Arbeit steckt in Bonavendi?

Bonavendi war zu Beginn eher eine Art Nebenprojekt und es wurde vor allem nach Feierabend oder an den Wochenenden Zeit investiert. Inzwischen ist Bonavendi ein richtiges StartUp geworden und wir haben sogar unser erstes eigenes Büro bezogen.  

4.) Natürlich kann man nicht nur alte Bücher über eure Seite kaufen oder verkaufen, da Bücher eine große Liebe von mir sind, muss ich fragen; Seid ihr Leseratten?

Wir sind absolute Leseratten. Ben aus unserem Marketing Team ist sogar richtig in Bücher vernarrt. In der 6ten Klasse des Gymnasiums gewann er sogar deutschlandweit den Lesewettbewerb :D und las nach seinen Angaben zu der Zeit fast wöchentlich ein Buch fertig. Aber auch der Rest aus unserem Team nimmt gerne mal nach Feierabend oder am Wochenende an den See, ein Buch in die Hand. Dies ist vor allem zu der immer stärker digital werdenden Welt ein schöner Ausgleich.

5.) Wie hat euer Umfeld auf die Idee von Bonavendi reagiert?

Durchwegs positiv. Wobei man vielen die genaue Idee hinter dem Re-Commerce Markt erst noch erklären musste, da dieser noch immer in den Startlöchern steht. Generell kennt aber ja fast jeder den Fall, dass er keine Zeit hatte seine alten Bücher auf dem Flohmarkt zu verkaufen und es bislang noch keine schnelle, einfach und vor allem auch lukrative Möglichkeit gab. 

6.) Eine kritische Frage sei erlaubt. Ihr werbt damit, dass euer Fokus auch auf der Vermeidung von “Müll“ liegt. Anstatt wegzuwerfen, lieber verkaufen. Ist das ein intelligenter Werbeschachzug oder entspricht das wirklich eurer Überzeugung?

Nein, das ist kein Werbeschachzug, sondern wirklich einer der Hauptgründe weshalb wir den Re-Commerce Markt so gut finden und dafür den Preisvergleich gebaut haben. Generell werden einfach viel zu viele Produkte schnell konsumiert und wieder weggeworfen. Sei es Handys, Tablets oder eben auch Bücher. Wieso sollen nicht 10 Menschen das gleiche Buch lesen können? So müssen nicht nur so viele Bücher gedruckt werden, sondern jeder spart sich auch noch Geld. Wir wollen, dass dieser Kreislauf des wiederverwenden von gebrauchten Gegenständen weiter vorangetrieben wird. Wir selbst bei Bonavendi bestellen inzwischen nur noch gebrauchte Bücher!

7.) Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Generell wollen wir, dass sich jeder etwas unter dem Begriff Re-Commerce vorstellen kann und die Idee vom Wiederverwenden von gebrauchten Gegenständen verinnerlicht hat. Wir als Bonavendi wollen dann die erste Anlaufstelle sein, um den Bestpreis für den Kauf oder Verkauf zu finden. Für uns bedeutet das, dass wir weiterhin versuchen werden, Bonavendi über unsere Marketingkanäle bekannt zu machen und dem Nutzer den besten Preisvergleich bieten wollen. 

Ich danke meinen Interviewpartnern für die spannenden Antworten. Ich wusste gar nicht, dass Esperanto noch aktuell in den Köpfen der Menschen vorhanden ist.

Ich hoffe, ich konnte euch auf Bonavendi ein bisschen neugierig machen und ihr riskiert mal einen Blick. Aber tut mir als Autorin einen Gefallen und kauft zwischendurch Mal ein neues Buch. Autoren müssen auch Rechnungen bezahlen. Ihr könnt ja eure alten Sachen mit Hilfe von Bonavendi verkaufen und das eingenommene Geld in neue Bücher investieren.

Bonavendi: https://www.bonavendi.de/


Ich wünsche Euch einen verkaufs- und kauffreudigen Tag.

Angela

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen