Dienstag, 28. Juni 2016

Gemüsegarten-Projekt: Erstes Resümee

Das Feld ist ausgehoben, die Samen und Setzlinge eingepflanzt, es sprießt, genau der richtige Zeit Punkt für ein erstes Resümee.

Einen Gemüsegarten anlegen ist nicht gerade wenig Arbeit, aber auch nicht so viel, dass es einen abschrecken müsste. Da der Gemüsegarten ein Gemeinschaftsprojekt ist, teilen wir uns die Arbeit, das macht es leichter.

Hat man jedoch zu wenig Zeit, Platz oder traut sich nicht richtig, kann man klein anfangen. Man braucht nicht unbedingt einen Garten, um etwas anzupflanzen.

Unsere Erfahrungen
Tomaten, Paprika, Salat und Kräuter sind unkompliziert, machen sich auch gut in Töpfen oder Blumenkästen und eignen sich deswegen zum Einstieg und für den Balkon.


parika, tomaten, erdbeeren

Tomaten gibt es in den verschiedensten Sorten: Von kleinen Cocktailtomaten bis zu Fleischtomaten.
Tomaten wachsen nach oben, deswegen eignen sie sich auch für den Balkon. Im Gartencenter findet man Tomatenpflanzen, die bereits eine gute Höhe erreicht haben und Früchte tragen, ideal für Einsteiger, die sich langsam an die Materie heranwagen wollen.

Für Paprika gilt dasselbe. Es gibt sie bereits vorgezogen im Gartencenter. Dabei handelt es sich meistens um kleinere Sorten, zum Ausprobieren super geeignet.

Wie wir feststellen konnten, gehört Salat auch zu den Einsteiger-Pflanzen. Salat ist wirklich genügsam. Wasser, Sonne und vor Salatgenießern schützen, mehr braucht der Salat nicht, um prächtig zu gedeihen. Er wächst sogar in Blumenkästen. Man muss nur darauf achten, den Salat nicht zu eng aneinander zu setzen. Salat braucht Platz, um sich zu entfalten. Das Tolle; er wächst nach, wenn man den Herzstamm nicht mit absäbelt.

Kräuter kann man mittlerweile sogar in jedem Supermarkt kaufen. Basilikum, Rosmarin, Thymian sind unsere Standards. Mit Schnittlauch wäre ich vorsichtig, wenn sich eine Katze mit im Haushalt befindet. Es ist nicht schädlich für sie, doch so angenagte Schnittlauchstängel in den Quark rühren … muss vielleicht auch nicht sein.
Kräuter kann man in den Garten, auf den Balkon oder aufs Fensterbrett stellen. Einfach, nützlich und lecker.

Was kann ich euch noch berichten?

Es ist eine unglaubliche Freude, zu sehen, wie die kleinen Pflänzchen durch den Boden stoßen und wachsen. Kommen dann die ersten Knospen, aus denen sich die Früchte bilden, ist das … Grins!

Unkraut jäten ist nicht so töfte. Ich bin da ja auch ein bisschen … hippiemäßig drauf. Vieles, was wir als Unkraut bezeichnen, ist trotzdem nützlich oder sogar essbar wie die Brennnessel.
Ich sehe allerdings die Notwendigkeit das Unkraut aus dem Gemüsebeet zu entfernen. Wir möchten eine gute Ernte haben, was bedeutet, die Pflanzen brauchen ausreichend Mineralien und Nährstoffe. Jedes Unkraut entzieht dem Boden Nährstoffe, die dann dem Gemüse zum Ausbilden der Früchte fehlen.


Bohnen, Kartoffeln, Gurken

Equipment
Handschuhe sind eine gute Investition. Ich sage euch, da gibt es so viele Varianten … unglaublich. Es gibt welche speziell nur fürs Umtopfen und in der Erde buddeln (wasserabweisend und leicht zu reinigen). Dann gibt es welche zum Beschneiden der Büsche und Pflanzen (robust, jedoch nicht zu dick). Nicht zu vergessen die ganz stabilen, mit denen du Stacheldraht aufstellen kannst.

Lange Rede … Vernünftiges Werkzeug ist eine Investition wert.
Handschuhe, Schaufel (groß und klein), Harke (groß und klein), Regentonne, Gießkanne.

Learning by Doing  
Meiner Meinung nach ist es sinnvoll, sich in Büchern, im Internet oder bei Leuten, die Erfahrung haben, über das Anlegen eines Gemüsegartens zu informieren.

Was brauche ich?
Womit fange ich an?
Wo kommen die Pflanzen hin?
Was brauchen die Pflanzen?


Nachdem man sich ein bisschen informiert und einen ungefähren roten Faden hat, sollte man ins Tun gehen. Ich glaube, dass man beim Gärtnern besser lernt, wenn man es tut.

Wie geht es den Pflanzen?
Welchen Rhythmus haben sie?


Als Anfänger macht man nicht immer alles richtig. So wie wir den Salat falsch geerntet haben (zum Glück wächst er trotzdem nach). Das ist zwar ärgerlich, aber kein Grund die Schaufel ins Gras zu werfen. Wir wissen jetzt, wie man es nicht macht.

Wenn ihr Lust auf frisches Gemüse oder frische Kräuter habt, dann traut euch. Pflanzt etwas an!

Tipp
In einigen Städten gibt es seit ein paar Jahren Gemeinschaftsfelder, bei denen man sich Stücke anmieten kann.
Hier mal ein Link zum Informieren: Meine Ernte

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