Freitag, 1. Juli 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin

Mein Arbeitskollege.
Letzten Monat habe ich euch mit in den Garten genommen, diesen Monat möchte ich euch mit zur Arbeit nehmen.

Wenn ich auf die Frage antworte, was ich beruflich mache, folgt schnell eine weiter spezielle Frage;

Wie kann man sich das vorstellen, setzen Sie sich hin und schreiben einfach den ganzen Tag?

Wenn man Stephen King oder Jason Dark ist, geht das. Bei mir läuft das ein bisschen anders, zumal meine Muse in den Streik tritt, wenn ich nicht nett zu ihr bin.
Ich bin ja nicht nur Schriftstellerin (schreibe Bücher), ich bin auch Bloggerin, Autorin (verfassen von Texten z.B. für Blogs), Geschichtenerzählerin, Künstlerin, Administrator, Marketingchefin, Tüftlerin und Detektivin.

Was bedeutet das?

Meine Arbeit teilt sich in verschiedene Bereiche auf. Da ist das Schreiben, was den Grundstein legt. Dann kommen Videos oder Fotos zur Untermalung hinzu.
Die Bücher und Artikel brauchen eine Plattform (bzw. mehrere), die wiederum kreiert, gestaltet und gewartet werden müssen.
Nicht zu vergessen die Vermarktung meiner Tätigkeiten und den tausend Kleinigkeiten, die noch dazugehören.

Überrascht?

Ich schon! Erst beim Verfassen dieses Posts ist mir bewusstgeworden, aus wie vielen Teilen meine Arbeit besteht. Wie das sein kann? Wahrscheinlich, weil die Teilbereiche nach und nach dazugekommen sind. Ich tue sie, weil sie gemacht werden müssen, weil ich versuche, nicht still zu stehen und weil ich gerne mal etwas Neues ausprobiere.
Manche Dinge machen mir nicht so großen Spaß, manche lassen mich auch schon Mal verzweifeln, doch im Grunde finde ich die Abwechslung toll.

Ich habe in den letzten 9 Jahren, seit ich mich entschieden habe, Schriftstellerin zu werden, unglaublich viele Dinge gelernt. Mit einigen hätte ich mich sicher nicht auseinandergesetzt, wenn es nicht zur meiner Arbeit gehören würde.
SEO, Erstellung von Websites, Formatierung, Coverdesign.
Hätte mich vor 10 oder 11 Jahren jemand gefragt, ob ich mich damit befassen möchte, hätte ich wahrscheinlich nein gesagt, weil ich davon ausgegangen wäre, dass es nicht meinen Interessen entspricht.

Wie ich feststellen konnte, bin ich nerdiger als gedacht. Die Fachtermini sitzen nicht immer ganz und ich bin kein Experte, aber wie sich herausstellte, finde ich diese Dinge unglaublich interessant.
Das Recherchieren über Suchmaschinen Optimierung hat richtig Spaß gemacht. Nerd-Seiten sind hervorragend aufgebaut. Man findet schnell, was man braucht, es gibt wunderbare Anleitungen, oft mit Bildchen oder Filmen. So mag ich das!

Jetzt mag sich der ein oder andere Fragen, ob ich mich nicht lieber nur auf das Schreiben konzentrieren würde.

Nein, denn so habe ich das Gefühl, ich biete meinen Büchern und meinen Lesern ein Rund-Um-Paket. Ich möchte, dass sich Leser und Bücher wohlfühlen, dementsprechend sorge ich für Orte, an denen man sich treffen kann, halte die Kommunikationswege frei und helfe beim Sich-Finden.

Klingt ein bisschen nach der Tätigkeit einer Verkupplerin.

Da mein Beruf so viele Facetten hat, steht der Juli ganz unter dem Thema “Was treibe ich eigentlich so?“
Ich freue mich darauf, euch meine Arbeit zu zeigen.


Ich wünsche Euch einen arbeitssamen Tag und ein entspanntes Wochenende.

Angela

Kommentare:

  1. Anonym7/01/2016

    Ein schöner Beitrag*
    Liebe Grüße
    Christa (eine weitere nerdige Autorin );-)

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  2. Liebe Christa,

    herzlichen Dank für die netten Worte. Wir gehören auch noch zu denen, die überall Zettel verteilen ;-)

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