Freitag, 15. Juli 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin: Das Schreiben, das Buch, der Blog


Was kann ich euch über das Schreiben schreiben?
Meine Haupttätigkeit ist das Schreiben von Büchern und Artikel. Wie ich schon erklärt habe, gibt es für mich zwei Vorgehensweisen beim Schreiben. Entweder ich erstelle einen Plot/einen Entwurf und schreibe an diesem entlang oder ich schreibe einfach drauflos.

Vorteil Plot
Steht der Plot oder ein Entwurf, kann ich ihn zur Orientierung nutzen. Selbst in Momenten, in denen der Schreibfluss streikt, weiß ich, wie ich weitermachen sollte.

Nachteil Plot
Durch den vorgegeben Ablauf bin ich etwas festgelegter und sehe erst in der Überarbeitung, dass ein anderer Weg besser gewesen wäre. Es kommt bei der Variante schneller zum “Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“.

Vorteil freies Schreiben
Die Geschichte schreibt sich wie von selbst, sie fließt aus meine Finger aufs Papier. Es ist spannender, weil ich selbst nicht weiß, wo die Geschichte hinführt. Personen oder Handlungsstränge scheinen ihr Eigenleben zu führen, was wirklich weird sein kann.

Nachteil freies Schreiben
Kommt der Schreibfluss ins stocken, hänge ich in den Seilen. Ohne Muse und Inspiration läuft bei dieser Art des Schreibens gar nichts. So kann es dann auch mal vorkommen, dass ich mehrere Tage oder Wochen nicht an dem Buch arbeiten kann.

Bei meinen Artikeln gehe ich meistens nach der ersten Methode vor. Da ich zwei Mal die Woche einen Post veröffentliche und seit diesem Jahr den Themen-Freitag habe, ist es für mich notwendig, eine gewisse Ordnung und Vorabplanung in die Post zu bringen.
Die Reihe über starke Protagonistinnen oder Artikel wie “Nieder mit demFeminismus?“ benötigen einiges an Recherchearbeit und deswegen einen längeren Vorlauf.

Neben der Kreativität, die ich ausleben kann, hilft mir das Schreiben Ordnung zu schaffen. Wenn mich ein bestimmtes Thema beschäftigt und dann auch noch Emotionen hinzukommen, verliere ich manchmal den Überblick. Setze ich mich hin und schreibe diese Gedanken auf, sortieren sie sich, es fällt mir leichter sie von verschieden Seiten zu beleuchten oder aus einem völlig neuen Blickwinkel zu betrachten.
Diese Ordnung ergibt sich, weil ich bemüht bin Euch, meinen Lesern, die Materie, Gedanken und Gefühle näherzubringen. Wenn mich etwas beschäftigt, dann frage ich mich, ob es auch andere beschäftigt und in dem Moment entsteht daraus ein Artikel.

Tipp
Befällt mich eine Schreibblockade gibt es verschiedene Varianten die ich ausprobiere, um sie aufzulösen.

1. Ich lese mir das vorherige Kapitel noch einmal durch oder den Anfang des Artikels. Das bringt mich wieder in die Geschichte/das Thema rein und ich kann weiterschreiben.

2. Sollte das jedoch keine Wirkung zeigen, dann lasse ich das Buch oder den Artikel erst einmal ruhen. Es gibt immer andere Arbeit, die auch erledigt werden muss. Ich persönlich begebe mich dann ganz gerne an die Arbeit, die weniger etwas mit meiner eigentlichen Arbeit zu tun hat. Hausarbeit. Gerade das Spülen hilft mir Schreibblockaden abzubauen.

3. Papier und Stift! Wenn die Finger oder eher die Gedanken am Computer streiken, greife ich auf die guten alten Handwerksmethoden der Schriftsteller und Autoren zurück. Ich nehme mir ein Blatt oder eins meiner Notizbücher und einen Stift und schreibe. Dieser Wechsel hat schon einige Schreibblockaden aufgelöst.

Wenn ihr Fragen zu dem Thema habt (oder zu einem der anderen), dann hinterlasst sie in den Kommentaren oder schreibt mich per Mail/Facebook/Twitter an.


Ich wünsche Euch ein schreibwütiges Wochenende.

Angela

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