Freitag, 22. Juli 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin: Kreativität


Eigentlich wollte ich euch heute etwas über die technische Seite meiner Arbeit erzählen, mach ich aber nicht. Das ist keine Trotzhandlung, vielmehr lass ich euch heute an einem anderen wichtigen Punkt meiner Arbeit teilhaben.

Fangen wir lieber erst einmal am Anfang an.
Normalerweise veröffentlich ich Montag und Freitag einen Post hier auf meinem Blog, davon muss ich momentan abweichen.
Bis September sollen zwei neue Bücher von mir erscheinen. Jetzt haben wir Ende Juli und ich habe noch ziemlich viel Arbeit vor mir. Das alleine ist noch nicht der Grund, warum ich von meinem Montag-Freitags-Schema abweichen werde.

Wenn man z.B. einen Bürojob hat, dann kommt man morgens zur Arbeit und es erwarten einen neue Akten, ein neuer Kunde oder ein neues Projekt. Der Vorgesetzte oder Chef übergibt dir eine Aufgabe, die du erledigen sollst.

Auch ich habe einen “Chef“, die Kreativität.

Manchmal diskutiere ich mit ihr, so wie die letzten Tage. Ich wollte gerade mit der Arbeit an meinem neuen Buch weitermachen, als mich die Idee zu einem anderen neuen Buch befiel. Ich saß vor meinem Computer und sagte, nein, das geht jetzt nicht. Anstatt etwas Neues anzufangen, ist es viel sinnvoller und effektiver das aktuelle Buch fertig zu schreiben.

Ihr könnt mir glauben, dass ich mich wirklich bemühe auf Spur zu bleiben und eine Aufgabe nach der anderen abzuarbeiten. Allerdings lässt die Kreativität nicht so gerne mit sich diskutieren. Hinzu kommt noch, dass sie sich schweigend zurückzieht, wenn ich sie nicht beachte.

Ich bin bei meiner Arbeit auf die Kreativität angewiesen, wenn sie fließt, dann lass ich es normalerweise zu.

Das war am Anfang (jetzt manchmal auch noch) gar nicht so leicht, denn diese Art von Arbeiten wird einem eigentlich aberzogen. Wir lernen eine Sache nach der anderen zu machen. Daran ist auch nichts falsch, es ist nur nicht für jeden Menschen der richtige Weg.

Ich habe zwei Arbeitsweisen.
1.) Strukturiertes Arbeiten. Ich mache mir eine (hüstel; etwas untertrieben) To Do Liste, die ersten drei Punkte sind die Aufgaben, die am wichtigsten sind und die ich als erstes abarbeite. Ich bin ein Listen-Fanatiker. Ich brauche meine Listen und Notizbücher, damit ich Ordnung ins Chaos bringen kann, meistens.

2.) Mich im Chaos bewegen. Eigentlich habe ich auch hier eine To Do Liste. Ich kenne die Punkte, die ich abarbeiten will/muss, allerdings gehe ich nicht der Reihe nach vor, sondern mache alles dann, wenn es mir gerade vor die Nase kommt.

Beispiel
Ich schreibe an einem Buch, plötzlich fällt mir etwas ein, das ich nachschlagen will. Ich schlage es nach, entdecke etwas Interessantes, dass mich auf eine neue Idee bringt. Die Idee schreibe ich auf. Aus der Idee entsteht direkt der Anfang für ein neues Buch oder einen Artikel.  Es ist aber nur der Anfang und sobald er niedergeschrieben ist, mache ich mit meinem Buch weiter.

Diese Arbeitsweise, die sehr chaotisch wirkt, ist für mich extrem effektiv, wenn ich nicht gestört werde. Im oder mit dem Chaos zu arbeiten ist ein Gefühl von purer Kreativität. Die Dinge fließen einfach, fließen durch mich durch, ich bewege mich mit dem Chaos im Chaos, als sei ich in einer parallelen Welt. Sobald ich dabei unterbrochen werde, verliere ich den Halt. Anstatt, dass ich mich mit dem Chaos bewege, begräbt es mich unter sich.

Lange Rede, dabei wollte ich euch eigentlich nur sagen, dass die nächste Zeit die Post unregelmäßig kommen werden, da zwei Bücher fertig gestellt werden wollen und ich gleichzeitig noch einige andere Projekte bearbeite.

Ich wünsche Euch einen geordneten Tag.

Angela

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