Freitag, 19. August 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin: Freude und Frustration

Da war ich wohl ein bisschen still. Zwei Gründe dafür sind Umzugskartons und Chucks in Pink.

Umzugskartons?
Chucks in Pink?


Bis Anfang September sind zwei neue Bücher geplant. Das habe ich euch ja bereits erzählt. Dann sollte ich euch jetzt vielleicht etwas Neues erzählen.

Buch Nummer 1 steht. Genauer gesagt, es liegt in der zweiten Überarbeitung auf meinem Schreibtisch. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, das Sachbuch zu schreiben.

Ein Sachbuch und Spaß? Geht das denn?

Und ob. Ich lese sehr gern Sachbücher und scheinbar schreibe ich sie auch gern. Das Buch behandelt das Thema "Die erste eigene Wohnung". Die Ausbildung/Uni fängt an oder ist beendet und nun macht man sich auf, die erste eigene Wohnung zu suchen und zu finden. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Ich hätte mir damals ein Buch gewünscht, dass mir Orientierungspunkte bietet. Da ich davon ausgehe, dass es einigen Umzugsneuligen noch immer so geht, habe ich das Buch (das ich gern gehabt hätte) jetzt geschrieben.

Tipps und Tricks beim Umzug
Cover-Entwicklung. Natürlich mit Katze.

Es war interessant all die Fakten zusammenzutragen, die Anekdoten meiner Erfahrungen haben mich schmunzeln oder den Kopf schütteln lassen. Merkwürdigerweise war ich dieses Mal gar nicht aufgeregt, als das Buch zum Testlesen ging. Vielleicht, weil ich so einen Spaß beim Schreiben hatte. Vielleicht, weil ich mich direkt auf das zweite Buch konzentrieren musste.

Kommen wir zu den Chucks. Das zweite Buch ist ein Liebeskomödie, die mich manchmal ganz schön frustriert hat. Wenn ich mich an den Computer gesetzt habe, lief es mit dem Schreiben richtig gut, doch der Weg zum Computer …

Ich muss an der Stelle etwas erklären. In meiner Jugend und auch heute noch nutze ich Papier und Stift, um meine Gedanken und Gefühle zu ordnen, sie zu erkennen. Das ist eine andere Art von Schreiben, eine seelische, therapeutische. Es ist anders als das Schreiben von Geschichten, trotzdem besteht eine Verbindung. Wenn ich mich vor der Arbeit als Autorin/Schriftstellerin drücke, hat das einen Grund.
Bis ich diesen aber erkannt hatte, war ich manchmal richtig frustriert.

Ich erzähle euch das, weil mir sehr oft Aussagen begegnen, die meiner Meinung nach in eine falsche Richtung gehen.

Wenn du etwas tust, dass du liebst, dann läuft es auch.
Ich will nur etwas tun, was mir Freude macht.


Du kannst etwas tun, was du liebst, du kannst Freude haben und trotzdem manchmal frustriert sein. Ich glaube, gerade wenn man seiner Leidenschaft folgt, dann muss man ab und an mit stärkerem Wellengang rechnen, schließlich ist deine Arbeit mit deinen Gefühlen/deiner Seele/deiner Psyche verbunden.

Belastet dich etwas, dann hat das immer Auswirkungen auf dein Tun. Bei kreativen Berufen sind die Auswirkungen stärker oder deutlicher. Das muss nicht schlecht sein. Maler haben die unterschiedlichsten Phasen. Bilder voller Liebe, voller Wut, voller Angst. Jedes hat seine Berechtigung und seine eigene Schönheit.

Zum Problem wird es nur dann, wenn du blockiert bist. Anstatt zu malen, wäscht du lieber alle Pinsel aus. Anstatt zu schreiben, räumst du lieber den Schreibtisch auf.

Es ist gut, wenn man in solchen Phasen jemanden hat, der einem den Wald zeigen kann (ihr wisst schon, den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen). Mir hilft reden oder freischreiben. Ich setze mich hin, stelle mir die Frage, warum ich mich vor dem Schreiben drücken will und schreibe 10 Minuten alles auf, was mir in den Sinn kommt. Dabei mache ich keine Pause, achte nicht auf Rechtschreibung oder den Inhalt, ich schreibe einfach.
Dabei sind schon höchst skurrile und interessante Dinge rausgekommen.

Manchmal schreibt sich ein Buch von selbst. Manchmal muss man um jedes Wort ringen. Aber ist die Liebe nicht genau das; facettenreich?!
Geborgenheit, Kraft, Sanftmut, Beständigkeit. Eifersucht, Leidenschaft, Feuer, Wildheit.
Folgt man nun seinem Herzen und tut das, was man liebt, bleibt nicht aus, dass die Liebe ihre verschiedenen Gesichter zeigt.


Ich wünsche euch einen liebevollen Tag.

Angela

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