Dienstag, 13. Dezember 2016

13. Adventstürchen; 5 Minuten Pause

13. Adventstürchen
Hinter dem 13. Adventstürchen verbirgt sich ein Tipp, eine Erinnerung, die bei manchen vielleicht zu einem Seufzen führen wird.


Engelfigur aus dem Zuckerstübchen

Doch beginnen wir beim Anfang. Ich habe es schon mal erwähnt, bei uns herrscht das Deko-Motto Früher war mehr Lametta. Nein, wir benutzen kein Lametta. Es ist nicht gut für die Umwelt und bei Katzen sollte man es grundsätzlich weglassen. Damit ist gemeint, dass wir kitschig, bunt und glitzerig dekorieren. Wir handhaben das so, weil es uns Spaß macht. Dafür ein Kompliment zu bekommen, hätte ich nie erwartet. Dass das eine oder andere Dekoschmuckstück mit “Das ist aber hübsch“ versehen wurde, kam schon mal vor, doch gestern sagte mir unsere Nachbarin etwas, mit dem ich nie gerechnet hätte.
Sie schaute sich um und erzählte, dass sie unsere Dekoration an Zuhause erinnern würde. Ihre Mutter habe ebenfalls viel dekoriert. Diese Erinnerung gab ihr ein Gefühl von Zuhause und machte ihr Lust auch wieder so richtig tief in die Dekokiste zu greifen.
Das hat mich berührt, vor allem, weil ich nie damit gerechnet hätte, dass es jemand anderem außer uns gefallen könnte.


weihnachtsdeko Zug

Ich erzähle euch das nicht nur, um dieses Gefühl zu teilen. Mir sind danach ein paar Dinge durch den Kopf gegangen und dann erinnerte ich mich an etwas.
Dekorationen, Winterlandschaften, Weihnachtsmärkte, Winterdüfte.
Wie oft nehmen wir uns Zeit all diese Dinge wahrzunehmen und zu genießen?

Wie soll das gehen, wenn man noch tausend Sachen bis Weihnachten zu erledigen hat?

Ich möchte eine kurze Erklärung dazu abgeben. Ab meinem 24. oder 25. Lebensjahr habe ich Geburtstage, Muttertag, Ostern, Weihnachten usw. bei mir ausgerichtet. Das bedeutete, Wohnung auf Vordermann bringen, dekorieren, vorbereiten und teilweise für 10-12 Leute kochen. Das Besorgen der Geschenke (bei 4 Brüdern, die alle Kinder haben, kommt einiges zusammen) fiel schon früh in meinen Aufgabenbereich, ebenso das Einpacken, Karten schreiben, Baum besorgen etc.
Ich weiß wovon ich spreche, wenn ich sage, Feiertage können verdammt stressig sein. Kommt dann noch der Wunsch und Versuch hinzu, es allen Recht zu machen, kann es schwierig werden.

Der Weihnachtsmarkt wird zu einem potenziellen Ort der Geschenke, da man aber noch in einige Geschäfte muss, hetzt man drüber ohne ihn wirklich zu sehen.

5 Minuten!
Nimm dir nur 5 Minuten und schau dich um. Sieh die bunten Lichter, die mit Zweigen und Tam geschmückten Buden. Riech den Duft von gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und Glühwein. Sei ein Kind, erinnere dich, wie es war den Weihnachtsmarkt mit Kinderaugen zu sehen.

Du hast wunderschön dekoriert, doch nimmst du dir auch die Zeit, dein Werk zu betrachten?
5 Minuten!
Schau dich um, genieße das Licht der Kerzen und Lichterketten. Schwelge in Erinnerungen. Weißt du noch, als du diese kleine Engelsfigur gekauft hast? Der Baumschmuck, der noch von deiner Oma ist. Das ist nicht einfach Deko, das bist du, das ist deine Familie, deine Geschichte.

Es ist nicht leicht diese 5 Minuten abzuzwacken, weil man das Gefühl hat, viel zu viele Dinge erledigen zu müssen, doch du kannst das. Du kannst für eine kurze Zeit die Weihnachtswelt mit den Augen eines Kindes betrachten und staunen.


Ich wünsche dir einen Pausen-findenden Tag.

Angela

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