Donnerstag, 23. Februar 2017

Warum ein Sachbuch und dann auch noch im Bereich Persönlichkeitsentwicklung?


Angela Gaede, das geheimnis der Individualität

Gute Frage. Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt, wird sich darüber vielleicht gar nicht so sehr wundern. Ich hatte vor 3 oder 4 Jahren ein kleines Experiment gemacht und ein Monat lang täglich über etwas gepostet, dass mich zum Lächeln bringt. Ich wollte ausprobieren, ob sich meine Wahrnehmung und meine Stimmung, durch die Aufmerksamkeit, die ich den Dingen um mich herum entgegenbringe, verändert.
Ich habe einige Bücher aus dem Bereich vorgestellt, von meinen Angstanfällen und Panikattacken berichtet, Tipps gegeben, wie man Stress minimieren kann. Ich beschäftige mich also nicht erst seit gestern mit dem Thema. Nur, weil man sich mit etwas beschäftig, muss man noch kein Buch darüber schreiben.

Warum habe ich es trotzdem getan?

Weil mir das Thema wichtig ist und ich in den letzten Jahren immer wieder festgestellt habe, dass ein Punkt viel zu kurz kommt, die Individualität.
Ich habe lange gebraucht, bis ich für mich akzeptiert habe, dass ich bin, wie ich bin.
Ein Beispiel von der Angst. In der Verhaltenstherapie begibt man sich mit der Person, die Panikattacken hat, in eine für sie beängstigende Situation. Nun bleibt man in dieser Situation, bis die Angst nachlässt. Dadurch soll man lernen, dass die Angst kommt und wieder geht.
Ich kann das nicht. Ich habe es immer und immer wieder ausprobiert, aber es hat meine Angst kein bisschen minimiert, sondern noch gesteigert. In der Situation wurde sie irgendwann weniger, danach war ich völlig erschöpft und die Vermeidung setzte ein. Ich musste nur an die Situation denken und bekam eine Panikattacke.
Irgendwann hörte ich damit auf, wenn es gar nicht mehr ging, verließ ich die Situation. Die Angst ging runter, ich war nicht völlig erschöpft und ich konnte danach sogar in einen anderen Laden gehen oder spazieren.

Was machte das mit mir?

Es ließ mich verzweifeln. Dieses verzweifeln bezieht sich nicht nur auf die Angst. In meinem Buch benenne ich einige Beispiele. Eins davon ist das folgende.
Nach meiner damaligen Beziehung und dem üblen Liebeskummer wollte ich etwas verändern. Ich wollte nicht mehr so abhängig von anderen Menschen sein, also versuchte ich es mit Selbstliebe.
Fühle dich mit dir selbst wohl!
Du brauchst niemanden, außer dich selbst!

Klingt super. Ich befolgte brav die Methoden. Ich setzte mich allein in ein Café und fand es furchtbar. Die Dinge brauchen Zeit, also versuchte ich es 5-6 x. Nix, ich fühlte mich nicht wohl. Anstatt einzusehen, dass es nichts für mich ist, fragte ich mich, was mit mir nicht stimmt.

Was stimmt nicht mit mir?
Warum funktioniert das nicht bei mir?
Was mache ich falsch?


Diese Fragen kamen immer wieder auf und gaben mir das Gefühl ein Versager zu sein, sie ließen mich verzweifeln.
Irgendwann kam in mir der Gedanke auf, dass es zwar an mir liegt, aber nicht so, wie ich es interpretierte. Was, wenn die Methoden nicht zu mir passen? Was, wenn Schema F nicht zu mir passt? Was, wenn ich einen wichtigen Punkt übersehen habe, nämlich mich?

Wie das mit der Aufmerksamkeit nun einmal so ist, plötzlich sah (oder hörte) ich, dass es nicht nur mir so ging.  

„Seit 14 Tagen erzähle ich meinem Spiegelbild, dass ich mich liebe und spüre nichts.“
„Das Autogene Training macht mich nur ruhiger, während ich es mache, danach ist die Ruhe weg.“
„Ich visualisiere und wünsche seit einem halben Jahr und nichts tut sich.“


Alles halb so wild, könnte man meinen. Man probiert etwas aus, es klappt nicht, man macht das Nächste. Stimmt, zumindest zum Teil.
Solange es einem trotzdem einigermaßen gut geht, ist das alles halb so wild. Wenn man aber sein Selbstbewusstsein stärken möchte, ein sensibler Mensch ist, dann kann es den gegenteiligen Effekt haben. Das Selbstbewusstsein schrumpft noch mehr. Versager!

Ich weiß, wie sich das anfühlt und ich möchte nicht, dass sich andere Menschen so fühlen, deswegen habe ich das Buch geschrieben.

In den meisten Fällen beschäftigen sich die Menschen aus einem guten Grund mit sich selbst. Man wünscht sich eine funktionierende Partnerschaft, möchte sein Selbstbewusstsein stärken, möchte aus der Angst oder Trauer herausfinden, sucht Zufriedenheit.
Wir beschäftigen uns mit uns selbst in Phasen, in denen wir eh unsicher oder verletzbar sind, also brauchen wir Mut, Zuspruch und Verständnis.


Ich wünsche Euch einen von all diesen Dingen freien Tag.

Angela



Wie ich dich nicht erfolgreicher, attraktiver, beliebter, aber zufriedenermache (Das Geheimnis der Individualität)
Angela Gaede
ASIN: B06X1F8CGT
Preis: 2,99 € E-Book

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen