Montag, 27. März 2017

Wenn Fotos ausarten

Wie ihr wisst, habe ich ja so meine Probleme mit der passenden Werbung für meine Bücher. Mit der herkömmlichen Werbung fühle ich mich nicht richtig wohl. Werbung muss jedoch sein. Es ist schön, ein Buch zu schreiben, doch wie soll jemand davon erfahren, wenn man nicht darüber redet?

Wo liegt dein Problem?

Diese Frage stellte ich mir zum tausensten Mal, allerdings mit einem anderen Ergebnis. Meine Nichte trägt dafür mit die Verantwortung. Aber beginnen wir ein paar Tage zuvor.


Mein neues Buch ist im Februar erschienen (eher März, es gab ein paar Verzögerungen), wodurch unweigerlich die Frage nach der passenden Werbung aufkam. Ich dachte und tüftelte.


Was will ich mit der Werbung erreichen?


Ich will meine Bücher vorstellen, Leser für sie finden, zeigen, was in ihnen steckt.

Wie kann ich meine Bücher besser vorstellen, als wenn ich sie für sich selbst sprechen lasse. So kam ich auf die Idee, (keine neue Idee) mit Zitaten zu arbeiten. Da ich ein bisschen schräg bin und auf schräge Dinge stehe, waren mir nur Fotos mit den ausgesuchten Zitaten zu wenig, also probierte ich Kurzfilmchen aus. Mir gefiel das Ergebnis, trotzdem kamen Zweifel auf. Das ist ein wichtiger Punkt.

Meine Nichte hatte Urlaub und war für eine Woche bei uns. Sie zeigte mir Videos von einer Band, deren Namen ich natürlich wieder vergessen habe. Ich glaube, es war irgendwas mit Go und/oder One…

Die Videos waren genial und ich erzählte ihr, dass ich im Kleinen und wahrlich nicht so kreativ an Fotos und Filmchen zu meinen Büchern arbeite. Während ich so erzähle, bekomme ich die Antwort auf die Frage (Wo liegt das Problem?).

Mir fehlt der Mut.


Vor Jahren hatte ich eine Idee für ein Filmchen zu meinem Buch “Der alltägliche Wahnsinn der Frau“. Ich sprach mit einigen Leuten darüber und die Meinungen waren recht einstimmig. Die Idee ist nicht schlecht, doch wirkt das nicht so als würdest du dein eigenes Buch nicht ernst nehmen?


Ich bin Schriftstellerin, obwohl meine Bücher noch nicht die Bestsellerlisten anführen. Einige Menschen sehen das jedoch anders und schnell schlägt das Interesse in ein mildes Lächeln um. Das krängt mich.


Was also habe ich getan?


Ich habe mich bemüht ernst und professionell zu sein und dabei übersehen, wer ich auch bin. Ich bin die Frau, die schon als Kind Monty Python Fan war, Nick Hornby genial findet und sich tierisch über einen Darth Vader PEZ-Spender freut.


Eigentlich fing es völlig harmlos mit ein bisschen Brainstorming an… Ich legte meiner Nichte meine Ideen nahe, sie gab ihre zum Besten, die sehr viel schräger waren als meine und so … Aber seht selbst.


Die Idee war, dass ich einige Themen aus meinem neuen Buch “Wie ich dich NICHT erfolgreicher,attraktiver beliebter, aber zufriedener mache; Das Geheimnis der Individualität“ bildlich darstelle. Das Buch für sich selbst sprechen lassen!

Das Ganze sollte ein bisschen humorvoll dargestellt werden, ich mit Hogwarts-Krawatte, als Oberlehrerin bei einem Vortrag. Humor, aber nicht zu viel, ich muss ja professionell bleiben.

Die wunderbare Schautafel war die Idee meiner Nichte und ihre Zeichen-/Schreibleistung. Wir haben meine Schrift ausprobiert und waren uns einig, die kann keiner lesen.

So weit so unspektakulär, doch dann kippte es plötzlich und …

Schaut selbst.




Ich wünsche Euch einen mutig-schrägen Tag.

Angela.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen