Freitag, 19. Mai 2017

Normalität, eine sehr individuelle Sache

Generationen Haus
Drei Generationen, drei Mal Normalität im Wandel der Zeit.

Bei der Überschrift wird der eine oder andere ins Stolpern geraten.


Wie kann Normalität etwas Individuelles sein, wenn sie uns alle betrifft?
Es ist doch eindeutig, was normal ist!


Ist das so?

Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was Nicht-Normal ist. Zu laut, zu merkwürdig, zu auffällig. Außer natürlich man ist ein Star, steht auf der Bühne und unterhält die Massen, da ist zu viel wieder normal.
Da sind wir auch schon bei der Individualität. Das, was wir als normal empfinden ist von einigen Faktoren abhängig. Zu viel ist auf einer Bühne normal. Flüstern, sich bedächtig verhalten, ist in einer Kirche normal. Vom betrunkenen Ehemann verprügelt werden ist normal, vor allem, wenn man es von Zuhause nicht anders kennt.

Normalität ist abhängig von der Umgebung, dem Gewohnten, der Zeit, gesellschaftlichen Regeln.
Vor etwas über hundert Jahren war es normal, dass Frauen hauptsächlich Röcke trugen. Nicht normal war das Tragen von Hosen, heute stören sich die wenigsten Menschen daran. Wenn du es gewohnt bist, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, ist das normal für dich.
Das Umfeld, in dem wir aufwachsen prägt unsere Vorstellung von Normalität. Das ist unser Alltag, das sind die Regeln, die Überzeugungen, die wir beigebracht bekommen. Das gilt im positiven, wie im negativen Sinne. Ist Gewalt in unserer Familie, unserem Umfeld eine Tatsache, mit der wir täglich konfrontiert werden, wird sie zur Normalität. Erst, wenn wir einen anderen Alltag erleben, können wir erkennen, dass doch nicht alles so normal ist, wie wir dachten.
Ein anderer Punkt, der uns zeigen kann, dass mit unserem Normalitätsempfinden etwas nicht stimmt, sind unsere Gefühle. Unwohlsein, der Wunsch zu flüchten, Depressionen, Angst, Burn Out, Verzweiflung … Sie alle können ein Hinweis darauf sein, dass mit unserem Alltag, dem, was wir als normal empfinden, etwas nicht stimmt. Wir müssen für uns eine neue Normalität schaffen.

Wenn das nächste Mal jemand sagt, das sei nicht normal, dann denkt daran; Normalität ist sehr individuell und liegt immer im Auge des Betrachters.

Da mich dieses Thema sowohl in meinem Buch (Wie ich dich Nicht erfolgreicher, attraktiver, beliebter, aberzufriedener mache), als auch in meinen Videos über die Angst beschäftigt hat, widme ich die komplette nächste Woche (22.05. -28.05.) der Normalität. Anhand von Fotos, Videos und Artikeln werde ich zeigen, was so alles normal sein kann. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich dabei begleitet und mitmacht. Ich werde den Hashtag #normal nutzen.

Was ist für Euch normal?

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Ich wünsche Euch eine normal-positive Woche.

Angela

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