Freitag, 8. Juli 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin: Richtig recherchieren

Ich habe eine Idee für ein Buch!

Was nun?

Für mich gibt es zwei Herangehensweisen.
1. Ich schmeiße den Computer an und schreibe los.
2. Ich erstelle einen Plot/ einen Ablauf der Geschichte.

Momentan arbeite ich beim Plotten unheimlich gerne mit DIN A3 Zeichenblättern und Post It’s. Das Blatt ist groß genug, um viele Ideen und Stränge unterzubringen.
Die Post It’s lassen sich verschieben und abreißen, wodurch ich gegebenenfalls die Blätter sogar mehrmals verwenden kann.

plot eines liebesromans erstellen


Plot steht!
Dann mache ich mich an die Recherche. Für manche Bücher recherchiere ich weniger, für andere mehr. Ich würde mich allerdings schon als jemanden einstufen, der im Durchschnitt viel recherchiert. Zum einen macht mir das Sammeln von Informationen Spaß. Zum anderen liebe ich es, Fakten mit Fiktion zu vermischen. Ich selber lese so etwas unglaublich gern und möchte diesen Spaß an solchen Gimmicks an meine eigenen Leser weitergeben.

Die Hexe von Hitchwick (Sug und Morgans erster Fall), 1800 (Sug und Morgans zweiter Fall), Emma und der Fluch der Haguzza und Emma Zaunreiterin haben viel Recherchearbeit in Anspruch genommen.
Die Informationen, die ich in Bezug auf die Bücher gesammelt habe, sind natürlich in die Geschichten geflossen.
Aber nicht nur.
Auf meiner Website findet ihr ein Lexikon mit Kräutern, Wesen, Zauberutensilien usw., die Emmas Welt näher erklären.
Geschichten des Übersinnlichen ist der Blog zur Sug und Morgan Reihe, der sich mit den Themen des Okkulten befasst, aber auch Hinweise auf die Bücher (zum mitknobeln) enthält.

Da ich mich seit meiner frühsten Jugend mit Okkultismus, Esoterik und Co. beschäftige, waren viele Informationen in meinem Gedächtnis gespeichert, trotzdem habe ich sie noch einmal überprüft oder aufgefrischt. In dem Punkt bin ich ein bisschen pedantisch, schließlich möchte ich euch keinen vom Pferd erzählen, außer es geht um Pferde.

Kräuterwissen, Kräuterhexen, Mystik


Ich persönlich nutze gerne die verschiedensten Informationsquellen. Bücher, Google, Dokumentationen, aber auch Erfahrungsberichte.
Dank des Internets ist es heute sehr einfach, an Informationen heranzukommen, außer man sucht nach ganz speziellen Themen wie ich es gerne mal tue.

Tipp
Wenn ihr euch ans Recherchieren begebet, dann nutzt nicht nur eine Quelle. Versucht so viel wie möglich zu finden, es darf auch mal kontrovers betrachtet werden oder sogar auf völlig verschiedene Arten.

Jetzt habe ich einen Haufen Infos. Wie bekomme ich die ins Buch?

Ich arbeite die einzelnen Elemente dort ein, wo es gerade passt. Dabei muss man bei einem Roman aufpassen, dass es nicht in ein Sachbuch oder Frontalunterricht abdriftet.

Beispiel
In Die Hexe von Hitchwick macht Morgan eine überraschende Entdeckung. Da verrate ich nicht zu viel, wenn ich euch sage, was es ist. Morgan entdeckt die Statue einer Göttin. Wir sehen durch die Augen von Morgan, das bedeutet, ich beschreibe, wie diese Figur aussieht.
Das Bild von der Statue lag neben mir, während ich sie beschrieb.
Danach befinden wir uns in Morgans Gedanken, sie versucht sich zu erinnern, wer diese Göttin ist. Da sie sich nicht zulange an dem Ort aufhalten kann, ohne Misstrauen zu erregen, schickt sie ein Foto von der Figur an die Gesellschaft, für die sie arbeitet.
Nun geht es mit der Geschichte erst einmal weiter, wie vor der Entdeckung.
Erst einige Seiten später greife ich das Thema wieder auf, als Morgan eine Antwort auf das Foto erhält. An diesem Punkt gebe ich weitere Informationen über die Göttin und ihre Geschichte heraus.

Ich nutze die Informationen nicht nur zum Ausbau der Geschichte, als Gimmick und Untermauerung, ich nutze sie auch zum Aufbau von Spannung. Die geballte Informationsflut kann ich in einem Sachbuch herausschreiben. Bei einem Roman verteile ich sie Häppchen für Häppchen.

Na toll, jetzt habe ich Hunger! Mal schauen, ob ich noch ein paar Häppchen im Kühlschrank finde.



Ich wünsche Euch einen recherchierfreudigen Tag.

Angela

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